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Der Lohn für Fleiss und Schweiss

Mit anfänglich neun auf heute über 40 aktive Schülerinnen oder Schüler entwickelte sich die Sportlerschule Appenzellerland zu einer beachtenswerten Institution. Als Vorteil erweisen sich die Überschaubarkeit und die Flexibilität.
Bruno Eisenhut
In Teufen befindet sich die Sportlerschule Appenzellerland. Bild: PD

In Teufen befindet sich die Sportlerschule Appenzellerland. Bild: PD

Wann ist etwas einzigartig? Wann ist es eine Spezialität? Vielleicht dann, wenn in einer Institution eine Kultur vorhanden ist, die junge Leute zu überdurchschnittlichen Leistungen motiviert. Die Sportlerschule Appenzellerland mit Sitz in Teufen darf mit Fug und Recht von sich behaupten, dass sie einzigartig ist.

Seit 13 Jahren existiert die Sportlerschule. Erst kürzlich hat sie aber ihren Namen von «Sportschule» auf «Sportlerschule» geändert. Dies habe mit dem Auftritt gegen Aussen zu tun, erklärt Geschäftsführer René Wyler. Gender-Diskussionen zum Trotz habe man sich zu dieser Anpassung durchgerungen. «Nicht zuletzt, weil der neue Name für eine Sportschule in der Schweiz einzigartig ist», so Wyler.

Sportlerschule und Schulbehörden finden sich

Die Sportlerschule Appenzellerland fördert und fordert junge Talente aus unterschiedlichen Sportarten. Waren es im ersten Jahr neun Jugendliche werden ab Sommer 45 Sportlerinnen und Sportler von der Sportlerschule unterstützt.

Das Appenzeller Modell unterscheidet sich in einem Punkt wesentlich von anderen Sportgymnasien wie Davos, Brig oder Engelberg. Während an diesen Orten ein Schulbetrieb angeboten wird und die Trainings bei externen Anbietern absolviert werden, ist es bei der Sportlerschule gerade umgekehrt. Das Team um Geschäftsführer René Wyler leitet einen wesentlichen Teil aller Fach- sowie Athletiktrainings selber. «Unser Personal muss extrem vielseitig sein», sagt René Wyler. Einmal warten administrative Aufgaben, anschliessend muss ein Training geleitet werden. Den schulischen Unterricht besuchen die Athletinnen oder Athleten, je nach Alter, an der Kantonsschule in Trogen oder an den Schulen Herisau oder Teufen. «Wir stehen in engem Kontakt mit den Schulen», so René Wyler. Ein Blick zurück zeigt: Sportlerschule wie auch die Schulbehörden haben sich gefunden. In den vergangenen Jahren waren viele Gespräche und viel Bereitschaft zur Flexibilität gefragt. Inzwischen würden beide Seiten mit viel Engagement zum Gelingen der Sportlerschule beitragen, so Wyler.

Zusammenarbeit mit Gewerbe und Industrie

Trotz erfolgreichem Verlauf der Sportlerschule Appenzellerland sieht René Wyler, der ehemalige Mehrkampf-Leichtathlet und Geschäftsführer, Entwicklungspotenzial. Rund zwei Drittel aller Jugendlichen beginnt nach den obligatorischen Schuljahren eine Berufslehre. «Wir streben deshalb eine Zusammenarbeit mit sportbegeisterten Ausbildungsbetrieben an», so Wyler. Obwohl die Ausbildung einer Sportlerinnen oder eines Sportlers für einen Lehrbetrieb zusätzliche Absenzen mit sich bringt, würden nicht wenige Lehrbetriebe gerne sportliche Jugendliche beschäftigen. Die Charaktereigenschaften junger Sportler werden von diesen Gewerblern und Industriebetrieben geschätzt, so Wyler. Dem entsprechend zuversichtlich zeigt sich René Wyler, dass die Zusammenarbeit mit der Industrie und dem Gewerbe noch ausgebaut werden kann.

Die Sportlerschule setzt auf individuelle Betreuung der Jugendlichen. So wissen René Wyler und sein Team immer Bescheid über aktuelle Geschehnisse. Dafür stehen sie in Austausch mit der Schule, den Coachs, den Eltern, bei Bedarfsfall mit Ärzten und mit den Jugendlichen. «Ich bin mehr als nur Geschäftsführer», so Wyler. Schliesslich würden sich die Jugendlichen in einem Alter befinden, wo auch verschiedene gesellschaftliche Aspekte beachtet werden müssen.

Finanziell kann die Sportlerschule auch nach 13 Jahren keine grossen Sprünge machen. Zwar sind die Herausforderungen der Anfangsjahre gemeistert, dennoch sind die Beteiligungen der öffentlichen Hand (Kanton AR und Gemeinden Teufen und Herisau), der Lienhard-Stiftung und verschiedener Gönner genauso unerlässlich, wie die Beiträge der Eltern. Die Sportlerschule Appenzellerland geht mit den finanziellen Ressourcen sorgsam um. Das Resultat darf sich sehen lassen. Zu Recht also findet sich die Sportlerschule Appenzellerland unter den Appenzeller Eigenschaften ein.

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