Der Lenz grüsst auch drinnen

ENNETBÜHL. Auf Einladung des Frauenvereins und der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde nahmen rund ein Dutzend Rentnerinnen und Rentner am ökumenischen Frühlingsnachmittag in der «Krone» in Ennetbühl teil. Dazu gehörten Geschichten, Gedichte und Lieder.

Stefan Füeg
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Stefan Hug und seine Gitarre: Am Frühlingsnachmittag gab es Lieder zum Zuhören und solche zum Mitsingen. (Bild: Stefan Füeg)

Stefan Hug und seine Gitarre: Am Frühlingsnachmittag gab es Lieder zum Zuhören und solche zum Mitsingen. (Bild: Stefan Füeg)

Der Säntis erstrahlte im schönsten Frühlingslicht, die Flanken noch von Schnee bedeckt. Die Sonne schien vom blauen Himmel, die Temperaturen waren für Mitte April erstaunlich hoch. Und doch fanden sich über ein Dutzend Seniorinnen und Senioren im Saal des Restaurants Krone ein, um gemeinsamen einen gemütlichen, stimmungsvollen und gehaltvollen Nachmittag zu verbringen.

Das Wetter war wohl zu schön

Zwar waren einige mehr als die Erschienenen angemeldet, dies habe wohl mit dem Wetter zu tun, so die Pfarrerin Susanne Hug-Maag, welche gemeinsam mit ihrem Mann Stefan durch den Nachmittag führte. «Einige werden wohl gedacht haben, bei diesem Traumwetter verzichten wir auf diesen Nachmittag im Haus und geniessen ihn im Freien.» Pünktlich liess Stefan Hug seine Gitarre erklingen und leitete damit zu einem Nachmittag über, den alle geniessen konnten. Die Geschichten und Gedichte, welche Susanne Hug vortrug, hatten fast ausschliesslich mit dem Frühling zu tun. Denn es gibt in der Literatur wohl kaum eine Jahreszeit, welche mehr beschrieben und besungen worden ist. Der Frühling ist die Zeit des Aufbruchs, des Neuanfangs. Susanne Hug meinte, dies auch aufgrund der verschiedensten Zitate, dass ja jeder Monat des Jahres, vom Januar bis zum Dezember, sein eigenes Gesicht habe. Und das nahm sie denn zum Anlass, eine ausführliche Geschichte zu erzählen. Der März, der erstrahle bereits, der recke seine Knospen, treibe die Pflänzlein an. Und dann komme der April, der nach gut schweizerdeutsch mache, was er wolle. Und der Name dieses Monats? Woher kommt denn der? Da seien sich die verschiedenen Quellen nicht sicher, das sei unsicher, die einen sagen dies, die anderen das.

Launische Blumen

Etwas, was einiges Geraune bei den Anwesenden auslöste, war die von Susanne Hug präsentierte Tatsache, dass sich Tulpen und Narzissen, also auch die Osterglocken, nicht vertragen würden. «Stellt die nie gemeinsam in eine Vase, das kommt nicht gut raus», so Hug. Denn die Narzisse würde ein Sekret absondern, das den anderen Blumen die Wasseraufnahme verunmöglichen würde, so Susanne Hug.

Zuhören und Mitsingen

Sanft, leise ertönte zwischendurch immer wieder die Gitarre, gespielt von Stefan Hug, der die Seniorengruppe zusammen mit seiner Frau zum Mitsingen aufforderte. Extra dafür war ein Liedblatt kreiert worden. Sei es nun der «Nun will der Lenz uns grüssen» oder auch «Grüss Gott, du schöner Maien» und noch einiges mehr, die Anwesenden versuchten sich mit den zum Teil weniger bekannten Liedern, es tönte zu Beginn manchmal etwas zaghaft, dann aber immer besser.

Noch einige Zeit blieben die gutgelaunten Seniorinnen und Senioren im Saal des Restaurants Krone sitzen, liessen sich durch die Getränke und den kleinen Imbiss verwöhnen und freuten sich ganz einfach an der Geselligkeit, am wunderschönen Wetter und am Nachmittag, der auch in der «guten Stube» gelungen war.

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