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Der lange Weg zur Ortsplanung

Die Gemeinde Herisau präsentierte am Mittwoch ihre Vorschläge zur Revision der Ortsplanung. Die Vorbereitungen dazu nahmen fünf Jahre in Anspruch – die Koordination mit Bevölkerung und Kanton brauchte Zeit.
Johannes Wey
Der Bahnhof Herisau soll laut Max Eugster dereinst zu einem «Eingangstor» zu Herisau werden. (Bild: pk)

Der Bahnhof Herisau soll laut Max Eugster dereinst zu einem «Eingangstor» zu Herisau werden. (Bild: pk)

herisau. Die Aula der Sekundarschule Ebnet West war gut besucht, als die Verantwortlichen für die neue Ortsplanung um Gemeinderat Max Eugster am Mittwochabend über ihr Projekt informierten. Die gegenwärtige Herisauer Ortsplanung bedarf der Überarbeitung: Sie ist seit 1995 in Kraft und wurde bereits 1989 konzipiert. Handlungsbedarf für eine Revision der Ortsplanung und ihrer Planungsinstrumente habe sich unter anderem aus dem neuen kantonalen Baugesetz und der Bevölkerungsabnahme ergeben.

Eine Teilrevision ist nun für die «Gemeinderichtplanung» und die «Zonenplanung» vorgesehen, das Baureglement soll gänzlich überarbeitet werden. Dabei sollen die Wiederholungen von Artikeln aus der kantonalen Gesetzgebung wegfallen – das Baureglement würde von 93 auf 47 Artikel «entschlackt». Das neue Konzept soll sowohl den neuen kantonalen Vorgaben als auch der Legislaturplanung des Gemeinderates gerecht werden.

Verpflichtung zur Bautätigkeit

Dazu zählt die Bereitstellung von genügend überbaubarem Land durch Umzonung und Verdichtung innerhalb der bestehenden Bauzone, um die Herisauer Wohnbevölkerung bis 2025 auf theoretisch rund 17 300 Einwohner anwachsen zu lassen. Die Einzonung von neuem Bauland sei nötig, da die Nachfrage nach zeitgemässem Wohnraum aus verschiedenen Gründen zunehme.

Allein die Zunahme der Raumbedürfnisse der ansässigen Bevölkerung führe zu einem zusätzlichen Flächenbedarf. Beim neuen Bauland sollen die Eigentümer zu Bautätigkeit verpflichtet werden können, damit sich die Baulandhortung nicht wiederholt – Baulandreserven für rund 600 Einwohner sind seit über zehn Jahren unbebaut geblieben. Die Arbeiten an der neuen Ortsplanung laufen nun schon seit rund fünf Jahren.

2006 wurde eine Bevölkerungsbefragung durchgeführt und im Januar 2007 wurde über den Entwurf der Teilrevision informiert.

Die Pläne liegen auf

Der Entwurf wurde mehrmals angepasst und zweimal vom Kanton vorgeprüft. Mit der Veranstaltung vom Mittwoch startete die Informationskampagne für die Bevölkerung: Ab heute sind die Planungsunterlagen im Einwohnerratssaal ausgestellt. Zudem betreibt die Gemeinde an der Hema einen Stand zum Thema.

Aufruf zur Mitwirkung

Die Herisauerinnen und Herisauer sind aufgerufen, sich an der neuen Ortsplanung zu beteiligen. Man wolle so früh als möglich die Bedürfnisse der Bevölkerung in die Planung einfliessen lassen, sagte Eugster an der Veranstaltung. Dazu kann man bis zum 31. Oktober Eingaben einreichen; um die Mitwirkung zu vereinfachen, stellt die Gemeinde einen Fragebogen zur Verfügung. So soll die Planungsarbeit möglichst breit abgestützt werden.

In der abschliessenden, intensiven Fragerunde stellten sich Gemeindebaumeister Christof Simmler, Projektleiter Andreas Irniger, Gemeindeingenieur Guido Lüchinger, Raumplaner Heini Forrer und Max Eugster für Antworten zur Verfügung. Anschliessend beantworteten Projektleiter Andreas Irniger, Gemeindebaumeister Christof Simmler, Gemeindeingenieur Guido Lüchinger, Raumplaner Heini Forrer und Max Eugster die Fragen der anwesenden Bürger.

Die Planungsinstrumente sind bis zum 8. Oktober von 8 bis 11 Uhr und von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Gemeindevertreter geben am 18. September und am 2. Oktober von 10 bis 15 Uhr und am 21. und 28. September sowie am 5. Oktober von 17 bis 20 Uhr Auskunft. Weitere Informationen: www.herisau.ch/ortsplanung

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