Der Klang der britischen Inseln

Chor und Orchester der Kantonsschule Trogen spielen am kommenden Dienstag in der Kirche Trogen Werke britischer Komponisten. Einen Tag später gastieren sie in der Kollegiumskirche in Brig.

Michael Genova
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Probe von Orchester und Chor der Kantonsschule Trogen. (Bild: mge)

Probe von Orchester und Chor der Kantonsschule Trogen. (Bild: mge)

TROGEN. Noch vier weitere Proben, dann müssen die Einsätze stimmen, die Solisten ihre Passagen beherrschen. In der Aula der Kantonsschule Trogen geht eine der letzten Proben dem Ende zu. Musiklehrer Jürg Surber fordert nochmals höchste Konzentration und sagt: «Ich verspreche euch, dass wir pünktlich um 16.15 Uhr Schluss machen.»

Vom Solo zum Tutti

Das schwierigste für eine Solistin sei das Zusammenspiel mit dem Chor, sagt Anna Flury nach der Probe. «Mein Solo habe ich glücklicherweise nur mit dem Orchester.» Für das bevorstehende Konzert fühlt sie sich «sattelfest» – genauso wie Cellist Manuel Bokányi: «Bei den letzten Proben gibt es immer eine exponentielle Lernkurve», stellt er fest. Lampenfieber habe er nicht, denn in den vergangenen Jahren sei er häufig aufgetreten.

Am kommenden Dienstagabend werden Chor und Orchester die Kirche Trogen mit britischen Klängen erfüllen. Das traditionelle Kantikonzert steht dieses Jahr unter dem Titel «Music from the British Isles», alle Werke stammen aus Grossbritannien. Darunter befinden sich das «Magnificat» von John Rutter, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten von Chor- und Kirchenmusik. Das zweite Hauptwerk des Abends ist «The Young Person's Guide to the Orchestra» von Benjamin Britten. Es entstand um 1945, als Britten den Auftrag erhielt, für den Lehrfilm «Instruments of the Orchestra» ein Stück zu schreiben. Er tat dies mit dem Ziel, Studenten die Orchestermusik näherzubringen. Heute gehört es zu seinen bekanntesten Werken.

Neben der britischen gibt es eine weitere Klammer, die das diesjährige Konzert zusammenhält. «Wir wollen die Entwicklung vom einzelnen Klang zum grandiosen Tutti abbilden», sagt Jürg Surber. Es werde leise Stücke und Solostimmen geben. Von diesen ausgehend werde sich der Klang allmählich ausbreiten und den Raum der Kirche in einen grossen Resonanzkörper verwandeln. «Wir wollen die Musik immer grösser werden lassen», so Chorleiter Surber.

Mit Brig verbunden

Nach dem Konzert in Trogen reisen Chor und Orchester für einen Gastauftritt nach Brig, wo sie durch die Spirit Singers des Kollegiums Spiritus Sanctus Brig unterstützt werden. Mit dem Kollegium ist die Kanti Trogen gleich mehrfach verbunden: Es ist der ehemalige Arbeitsort des heutigen Rektors Michael Zurwerra, zudem haben Musiklehrer Surber und sein Briger Kollege Stefan Ruppen einst in Luzern gemeinsam studiert.

Kantikonzert «Music from the British Isles», Dienstag, 13. Mai, 19.30 Uhr, in der Kirche Trogen.

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