Der «Hüslitraum» ist ausgeträumt

In Innerrhoden sind Wohnungen gesucht, insbesondere im Dorf Appenzell. Parzellen für neue Einfamilienhäuser gibt es noch in den Aussenbezirken und in Oberegg. Für die SP Innerrhoden ist das Thema «Wohnraum» ein politischer Brennpunkt, daher lädt sie zum Podium.

Mea Mc Ghee
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Boden für neue Einfamilienhäuser gibt es in Appenzell kaum mehr und günstiger Wohnraum ist knapp. (Bild: mab)

Boden für neue Einfamilienhäuser gibt es in Appenzell kaum mehr und günstiger Wohnraum ist knapp. (Bild: mab)

APPENZELL. «Verhältnisse wie in Zug oder Monaco wollen wir in Appenzell nicht», sagte Martin Pfister, Präsident der Innerrhoder SP, anlässlich des Podiums «Bezahlbarer Wohnraum für alle». Trotz Bauboom habe sich der Mangel an bezahlbarem Wohnraum im Kanton in letzter Zeit verschärft. Aktuelle Neubauprojekte im Dorf Appenzell lägen im Luxussegment, Wohnraum für junge Familien fehle. Daher habe die SP Innerrhoden die Förderung von günstigem Wohnraum zu einem Schwerpunktthema ihrer Politik erklärt, so Pfister.

Knapp 30 Personen fanden sich am Freitag im «Alpstein» zum Podium unter der Leitung von Roger Fuchs ein. Es diskutierten Landammann Daniel Fässler, Beda Fuster, Präsident der Korporation Forren, Immobilienfachmann Urs Schläpfer aus Eggerstanden, und Jacques-Michel Conrad, Geschäftsführer der Wohnbaugenossenschaft Ostschweiz. In Innerrhoden hat Wohneigentum Tradition, dabei wurde in der Vergangenheit für ein Einfamilienhaus viel Boden verbaut. Die Zukunft liege im verdichteten Bauen, waren sich die Podiumsteilnehmer einig.

Die SP Innerrhoden nehme verschiedene Denkanstösse des Podiums auf und werde die Lancierung einer Initiative prüfen, so Parteipräsident Pfister. Erfreulich sei, dass die Standeskommission die Schaffung von erschwinglichem Wohnraum als Leitziel in die Perspektiven für die kommenden drei Jahre aufgenommen habe.