Der Himmel meines Grossvaters

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«Man kann alles, wenn man will!», sagt der alte Mann zu seinem Enkel. Die wahre Willenskraft seines flämischen Grossvaters begreift Stefan Hertmans jedoch erst, als er dessen Notizbücher liest, und beschliesst, den Roman dieses Lebens zu schreiben.

Darin wird das Leben seines flämischen Grossvaters, der bitterarm aufwächst, erzählt. Man liest vom 13-Jährigen, wie er bei der Arbeit in der Eisengiesserei davon träumt, Maler zu werden, stattdessen im Ersten Weltkrieg an die Front nach Westflandern gerät. Man erfährt von ihm als Held voll Mut und Lebenskraft, geprägt durch die Erhabenheit der Kunst und der katholischen Frömmigkeit. Dass der Mann, der dieses Grauen überlebt, fast am Tod seiner grossen Liebe zugrunde geht, ist eines der Geheimnisse, denen der Enkel auf die Spur kommt.

Mit seiner Hommage an den Grossvater ist Hertmans ein grandioser Roman gelungen, der fast das ganze 20. Jahrhundert umspannt.

Stefan Hertmans: Der Himmel meines Grossvaters, Verlag: Hanser, 320 Seiten, Bibliothek Lichtensteig

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