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Ein Skicrosser ist der Held der Appenzeller

Die Leserinnen und Leser haben Marc Bischofberger zum «Appenzeller des Jahres 2018» gewählt. Der Oberegger Skicrosser verwies Leichtathlet Simon Ehammer und Entwicklungshelfer Jakob Kern auf die nächsten Plätze.
Karin Erni
2018 holte Marc Bischofberger die Olympia-Silbermedaille und gewann den Weltcup. (Bild: Karin Erni)

2018 holte Marc Bischofberger die Olympia-Silbermedaille und gewann den Weltcup. (Bild: Karin Erni)

«Woooow was für eine Ehre», ist die Reaktion von Marc Bischofberger, als er von seiner Wahl zum «Appenzeller des Jahres» erfährt. Der Titel freue ihn riesig, so der Skicrosser aus Oberegg. Er blickt auf das erfolgreichste Jahr seiner bisherigen Karriere zurück. Der 27-Jährige ist erste Innerrhoder, der je eine olympische Medaille geholt hat. In der selben Saison beendete er die Cross-Alps-Tour als Sieger und holte die grosse Kristallkugel des Gesamtweltcups. «Ich bin froh, dass ich mit diesen Leistungen meinen Sponsoren etwas zurückgeben kann», so Bischofberger. Die Bilder vom Gewinn der Olympia-Silbermedaille in Pyeongchang sind nicht nur Appenzellern in bester Erinnerung, sie flimmerten auf der ganzen Welt über die Bildschirme.

WM-Qualifikation noch nicht auf sicher

In der aktuellen Saison läuft es noch nicht optimal für ihn. Die letzten Rennen im Montafon und im französischen Val Thorens mussten wegen Schneemangels abgesagt werden. So gelang es ihm bisher noch nicht, sich für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Solitude in den USA zu qualifizieren. Er hofft, an den kommenden Rennen in Schweden und Kanada die Qualifikation zu schaffen. Er sei kein besonders guter Starter, also müsse er versuchen im Rennen durch Überholen der drei Gegner Plätze gut zu machen, so Bischofberger. Als Skicrosser müsse man eine gute Technik haben, sicher springen können und Bodenwellen richtig drücken, um Geschwindigkeit zu erzeugen. Noch sei Skicross eine Randsportart, doch das Interesse daran sei steigend, so Bischofberger. «Wir haben eine immer bessere Medienpräsenz und müssen mehr Interviews geben.» Die Nationalmannschaft der Skicrosser besteht aus 25 bis 30 Sportlern, die verschiedenen Kadern angehören. Seit dem Jahr 2017 ist der Polymechaniker Profisportler. Unterstützung erhält er durch die Schweizer Sporthilfe. Ausserdem können Spitzensportler wie er als Zeitmilitär Armeedienst leisten. Seine Sponsoren kommen vorwiegend aus dem Appenzellerland.

Bild: Benjamin ManserBild: Benjamin Manser
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Oberegg feiert Marc Bischofberger

Aktiver Fanclub

Der Gewinn des Titels «Appenzeller des Jahres» gehe wohl zu einem grossen Teil auf das Konto seines Fanclubs, vermutet Marc Bischofberger. Der von seiner Freundin Isabella Deiss gegründete Verein namens «Biski Fanatics» hat mittlerweile 350 Mitglieder, die ihren Helden aktiv unterstützen. «Bei der Wahl haben sie wohl kräftig die Werbetrommel für mich gerührt.» Seit zwei Jahren lebt Marc Bischofberger mit seiner Freundin in Marbach in einem Haus, das ihren Eltern gehört. Zu seiner Heimat hat er den Kontakt jedoch nicht verloren. «Ich bin und bleibe Mitglied beim Skiclub Oberegg und habe viele Freunde im Dorf.» Er gehe auch immer mal wieder bei seinen ehemaligen Arbeitskollegen bei der Firma Presta vorbei. «Allerdings nicht so oft, wie ich gerne würde.» Die Feier zu seinen Ehren in Oberegg hat er als extrem schön erlebt. «Es waren so viele Leute da, dass ich gar nicht mit allen reden konnte.»

Freizeit auf dem Wasser geniessen

Seine Freizeit verbringt Marc Bischofberger am liebsten beim Kiten. Vom Lenkdrachen lässt er sich entweder mit Ski auf dem Schnee oder mit dem Board über das Wasser ziehen. «Wenn im Sommer der Wind gut ist, fahre ich nach dem Konditionstraining in Balzers noch kurz an den Walensee zum Surfen.» Für die Zukunft wünscht er sich vor allem, dass er gesund bleibt. «Solange ich Erfolg habe und mir der Skisport Spass macht, werde ich damit weitermachen.»

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