Der Gehweg schreitet voran

Die Bauarbeiten für den 894 Meter langen Gehweg zwischen den Dörfern Bazenheid und Kirchberg haben begonnen. Der Weg führt entlang der Hauptstrasse und soll Ende Oktober begehbar sein. Das Projekt ist das Produkt einer Petition von Anwohnern.

Sebastian Keller
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KIRCHBERG/BAZENHEID. Aus der Ferne sieht es so aus, als ob ein Riese die Erde am Strassenrand zwischen Kirchberg und Bazenheid schälen würde wie einen Apfel. Von nahem betrachtet wird deutlich: Bagger tragen Meter für Meter Gras und Erde ab. Sie leisten Erdarbeiten für einen Gehweg zwischen Bazenheid (Chrobüel) und Kirchberg (Husen). Dieser Fussweg soll eine Lücke schliessen, die heute auf 894 Metern zwischen den zwei grössten Dörfern der Gemeinde Kirchberg klafft. In diesem Fall bedeutet «Lücke» das Fehlen einer sicheren Möglichkeit für Fussgänger, um von Bazenheid nach Kirchberg zu gelangen – und umgekehrt. Diese Lücke ist bald Geschichte: «Ende Oktober sollte der Gehweg fertiggestellt sein», sagt Elmar Steiger vom beauftragten Planungsbüro Steiger und Partner AG aus Bütschwil auf Anfrage. Die Arbeiten seien sehr gut angelaufen.

Leitungen erneuern

Der Fahrplan – drei Monate bis zur geplanten Vollendung – sei ambitioniert. Und das hat einen Grund: Verschiedene Werke nutzen die Gelegenheit, Leitungen zu erstellen oder zu erneuern. Der Zweckverband Wasserversorgung Kirchberg-Bazenheid-Lütisburg (Ki-Ba-Lü) beispielsweise erstellt eine Wasserleitung. Auch die Swisscom und die Regionalwerk Toggenburg AG erneuern ihre in die Jahre gekommenen Leitungen oder bauen diese aus. Während der Bauarbeiten müsse deshalb teilweise mit provisorischen oberirdischen Werkleitungen gearbeitet werden, sagt Elmar Steiger. «Bei einer Wasserleitung geht das im Winter schlecht», sagt er, «das Wasser würde bei tiefen Temperaturen gefrieren.» Der neue Gehweg wird 1,50 Meter breit und durch einen 90 Zentimeter breiten Grünstreifen von der Hauptstrasse abgetrennt.

Ein Weg nur für Fussgänger

Der Fussweg ist nur für Fussgänger vorgesehen, nicht aber für Velos und Motorräder. Für diese ist weiterhin die Strasse der richtige Weg. «Ein Gemischtverkehr würde vor allem in Richtung Bazenheid infolge des grossen Gefälles und der damit verbundenen Geschwindigkeiten neue Gefahrenherde mit sich bringen», heisst es im entsprechenden Gutachten dazu.

Über das Gehwegprojekt stimmten die Bürgerinnen und Bürger an der Bürgerversammlung Ende März ab. Sie hiessen – bei zwei Gegenstimmen – einen Kredit über 414 000 Franken gut. Der Kostenvoranschlag geht von Gesamtkosten in der Höhe von 439 000 Franken aus. 25 000 Franken wurden bereits mit dem Budget 2011 bewilligt. Das Gehwegprojekt ist das Produkt einer Petition, die 51 Personen – vor allem Anwohner – vor zwei Jahren beim Gemeinderat Kirchberg eingereicht hatten.

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