Der frühe Vogel fängt den Wurm…

Unter diesem Motto besammelten sich am Samstag, 22. August, um 6 Uhr 24 Frauen des Frauenturnvereins Nesslau beim Bahnhof zur Turnfahrt. Der erste Programmpunkt war die Zugfahrt nach Interlaken.

Petra Pedrett
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Die Turnerfrauen des Frauenturnvereins Nesslau posieren auf dem Rothorn-Gipfel. (Bild: pd)

Die Turnerfrauen des Frauenturnvereins Nesslau posieren auf dem Rothorn-Gipfel. (Bild: pd)

Unter diesem Motto besammelten sich am Samstag, 22. August, um 6 Uhr 24 Frauen des Frauenturnvereins Nesslau beim Bahnhof zur Turnfahrt.

Der erste Programmpunkt war die Zugfahrt nach Interlaken. Für die einen ging es in diesem Stil weiter, nur dass vom Zug aufs Schiff umgestiegen wurde. Die anderen wechselten vom Zug aufs Velo. Nächstes Etappenziel waren für beide Gruppen die Giessbachfälle. Für die Velofahrer war es vorbei mit der Gemütlichkeit.

Mit einem Achtgänger und einem Rucksack auf dem Gepäckträger ging es bald stotzig bergauf. Belohnt wurden die Strapazen mit einer Aussicht auf den türkisblauen Brienzersee und hinüber auf unser Tagesziel, das Brienzer Rothorn. Nach der Abfahrt erreichten wir die tosenden Wasserfälle, die sich durch das Giessbachtal in 14 Stufen über 500 Meter in den blaugrünen Brienzersee hinunterstürzen – ein gewaltiges Naturschauspiel. Die Wanderer setzten ihre Reise in Richtung Brienz fort. Die Velofahrer wurden nach einer kurzen Steigung mit einer rasanten Abfahrt bis hinunter an den Brienzersee belohnt. Die letzte Veloetappe führte uns dann nach Meiringen, wo wir unsere Stahlesel wieder abgeben konnten. Nach einer kurzen Zugfahrt zurück nach Brienz stiegen wir auf die Brienzer Rothornbahn um. Die 123jährige Dampfzahnradbahn brachte uns schnaubend die 1680 Höhenmeter hinauf. In rund einer Stunde stösst die Dampflokomotive die roten Aussichtswagen vom Brienzersee durch Wiesen- und Waldlandschaften, vorbei an hohen Felswänden hinauf zum Brienzer Rothorn. Atemberaubend ist die Aussicht auf die Berner Alpen, den Brienzersee oder ins Grimselgebiet. Schon bald nach dem Zimmerbezug wurde ein Nachtessen serviert, und später wurden die Jasskarten ausgepackt. Das frühe Aufstehen machte sich bemerkbar, wurden doch da und dort die Augenlider schwer und schwerer. Der nächste Tag startete mit einem traumhaften Sonnenaufgang. Begleitet von der spektakulären Aussicht auf die Schweizer Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau, starteten wir unsere rund viereinhalbstündige Höhenwanderung vom Rothorn hinunter auf den Brünig.

Nach dem Aufstieg Richtung Rothorn-Gipfel führte ein erster Abstieg zum Eiseesattel hinunter. Mit einer Regenfront im Nacken gingen wir die nächste Gegensteigung in Richtung Arnihaaggen strammen Schrittes an. Weiter verlief der Weg entlang von Felswänden, überwand kurze Gratpassagen und ging in einen Hangtrail über, welcher «gäch» abwärts führte. Mit weichen Knien sind wir alle munter auf dem Brünig eingetroffen. Die Zugfahrt nach Luzern nutzten einige für ein kurzes Nickerchen. Dort angekommen, hatten wir zwei Stunden zur freien Verfügung, bis wir uns um 17.30 Uhr müde, aber sehr zufrieden mit der tollen Turnfahrt wieder in Richtung Heimat aufmachten.