Appenzell Ausserrhoden lanciert Konzept zur "Frühen Kindheit"

Für kleine Kinder gibt es in Appenzell Ausserrhoden zahlreiche Angebote und Förderinstrumente, dies wird an einer Tagung deutlich. Das Konzept «Frühe Kindheit» will im Kanton allfällige Lücken aufzeigen. Bis im Frühling sollen Handlungsfelder definiert sein.

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Inge Schmid, Präsidentin der Gemeindepräsidienkonferenz, mit den Regierungsräten Alfred Stricker und Matthias Weishaupt. (Bild: PD)

Inge Schmid, Präsidentin der Gemeindepräsidienkonferenz, mit den Regierungsräten Alfred Stricker und Matthias Weishaupt. (Bild: PD)

Appenzell Ausserrhoden möchte auch für Familien mit kleinen Kindern ein attraktiver Lebensraum sein. Aus diesem Grund erarbeiten die Departemente Gesundheit und Soziales sowie Bildung und Kultur mit der Gemeindepräsidienkonferenz und Fachpersonen das Konzept «Frühe Kindheit».

"Sensibler Lebensabschnitt"

«Diese Phase ist ein sensibler Lebensabschnitt, prägend und entscheidend für den weiteren Lebensverlauf», sagte Regierungsrat Matthias Weishaupt anlässlich einer Fachtagung. Gut 100 Personen aus Beratungsstellen, Spielgruppen, der Schule, aus der medizinischen Grundversorgung sowie Vertreter von Gemeinden und Kirchen nahmen teil.

«Tagungsziel war eine Bestandesaufnahme der Angebote im Frühbereich. Nun wird eine Arbeitsgruppe Handlungsfelder eruieren», so Projektleiterin Carina Zehner, Amt für Soziales, Abteilung Chancengleichheit. Im kommenden Frühling soll die Analyse zuhanden des Regierungsrates und der Gemeinden abgeschlossen sein. In einem zweiten Schritt sollen dann bis im Frühling 2020 Massnahmen im Bereich Frühförderung erarbeitet werden. Für die frühe Kindheit gebe es wenig gesetzliche Grundlagen, so Weishaupt. Daher brauche es Konzepte, welche staatliches Handeln legitimierten und die Zuteilung von Finanzen regelten. Wichtig sei insbesondere der chancengerechte Zugang zu den Angeboten für alle Kinder.

Die Präsenz von Bildungsdirektor Alfred Stricker und Inge Schmid, Präsidentin der Gemeindepräsidienkonferenz, zeigte die Wichtigkeit des Themas auf. Nebst einer Podiumsdiskussion gab es eine Gruppenarbeit. (mc)