Der «Dorfplatz» steht kurz vor seiner Eröffnung

Im «Ritzmann-Haus» zwischen der Hauptstrasse und dem neuen Dorfplatz Degersheim wird seit einigen Wochen umgebaut. Die Stiftung Säntisblick mietet dort 850 Quadratmeter Arbeitsräume.

Michael Hug
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DEGERSHEIM. Dieter Köppel, stellvertretender Institutionsleiter und zugleich Leiter der Werkstätten der Stiftung Säntisblick, sieht Licht am Ende des Tunnels: «Wir sind im Endspurt. Mitte März werden wir den Betrieb im Dorfplatz aufnehmen.» Der «Dorfplatz», das jüngste Projekt der «Stiftung Säntisblick – Lebensraum für Menschen mit Behinderung», wird zum neuen Arbeitsplatz für rund 25 Betreute. «Dorfplatz» ist eine neue Namensgebung für ein Gebäude, das bis anhin als das «Ritzmann-Haus» bekannt war.

Zentrum im Umbruch

Degersheims Zentrum ist im Umbruch. Erst die Freilegung des Taabaches, dann die Zentrumsüberbauung mit dem Einkaufszentrum, jetzt die neue Werkstatt des «Säntisblick». Rund 850 Quadratmeter Arbeits- und Lagerfläche auf zwei Stockwerken erhält die Werkstattabteilung der Stiftung. Die bisherige Werkstatt in der Feldegg musste aufgegeben werden, weil man an räumliche und betriebliche Grenzen stiess. Köppel: «Die Feldegg war zum Beispiel nicht rollstuhlgängig, hier im Dorfplatz haben wir die Rollstuhlgängigkeit von Anfang an integriert.»

Mehr Arbeitsplatz-Qualität

«Der Grund für den Wechsel war die Verbesserung der Arbeitsplatz-Qualität und die anhaltende Nachfrage nach Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung», sagt Institutionsleiter Jean-Luc Villing. Bei der Neuaufnahme zeige sich ein Bedürfnis nach Angeboten für Menschen mit einer stärkeren Beeinträchtigung. Auch werden die Betreuten der Stiftung Säntisblick älter und unter Umständen pflegebedürftiger. «Dem konnte die bauliche und ausbaulimitierte Situation in der Feldegg nicht mehr entsprechen», so Villing. Der Werkstattstandort Feldegg wird aufgegeben, sagt Dieter Köppel: «Damit haben wir weiterhin zwei Werkstattstandorte, aber mehr Kapazität und noch Reserven.» Und auch die Ladenboutique, die am Standort «Fuchsacker» seit sechs Jahren geführt wird, erhält mehr Platz. Sie kann sich im «Dorfplatz» – gleich beim Haupteingang – noch besser präsentieren. Betritt man den neuen Laden, erhält man auch einen Einblick in die Arbeit der Betreuten, verrät Köppel: «Wir möchten Schwellenängste abbauen.» Der Umbau der gemieteten Räume wurde wie üblich von mehreren Seiten finanziert: Kanton, Stiftung sowie Gönner und Spenden.