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Der Beste mit Metall und Pferd – Peter Brülisauer aus Niederteufen ist Schweizer Hufschmiedemeister

Der Niederteufner Peter Brülisauer gewann in Schüpbach BE die Schweizer Meisterschaft der Hufschmiede.
Simon Huber
Peter Brülisauer (rechts) bei der finalen Prüfung, bei welcher direkt am Pferd geschmiedet wurde. (Bild: PD)

Peter Brülisauer (rechts) bei der finalen Prüfung, bei welcher direkt am Pferd geschmiedet wurde. (Bild: PD)

Kürzlich fand im bernischen Schüpbach die Schweizer Meisterschaft der Hufschmiede statt. Mit Peter Brülisauer ist der Gewinner ein gebürtiger Niederteufner, der seit sieben Jahren im Emmental sein eigenes Hufschmiedegeschäft führt.

Peter Brülisauer wuchs in Niederteufen auf dem Bauernhof des Klosters Wonnenstein auf, wo sein Vater Tobias Brülisauer Pächter war. Die Lehre absolvierte er in der Teufner Dorfschmiede bei Ruedi Moesch. Die Entscheidung für diesen Beruf hatte zwei Gründe. Peter Brülisauer sagt:

«Einerseits spielte die Liebe zum Tier eine grosse Rolle und andererseits gefällt mir das Handwerk sehr gut. Diese Tätigkeit bietet mir die Möglichkeit, die beiden Dinge zu kombinieren.»

Der Fakt, dass das Schmieden einer der ältesten Berufe sei, mache das Ganze noch interessanter. Seit Juli 2012 betreibt der 32-Jährige im Emmental sein eigenes Hufschmiedegeschäft.

Nach vier Vizemeistertiteln nun endlich der Sieg

Brülisauer ist Kommunikationsverantwortlicher des Schweizer Hufschmiedeteams «Swiss Farrier Team». Im Zweijahresrhythmus organisiert das «Swiss Farrier Team» eine Schweizer Meisterschaft. Dieses Jahr fand der Wettkampf anlässlich der Messe des Gewerbevereins Signau BE in Schüpbach statt.

Nachdem er bisher viermal Schweizer Vizemeister geworden ist, reichte es für Peter Brülisauer dieses Jahr endlich für den Sieg. «Dieser Sieg ist für mich ein Meilenstein in meiner Karriere», so Brülisauer. An der diesjährigen Schweizer Meisterschaft der Hufschmiede hatte er neun weitere Mitstreiter.

Während fünf praktischen Prüfungen wurden sie alle von zwei Juroren bewertet. Die eine Prüfungsaufgabe wurde den Teilnehmern schon einen Monat vor dem Wettkampf bekanntgegeben. Die Details aller anderen Aufgaben wurden erst am Morgen des Wettbewerbs mitgeteilt. Die finale Prüfung bestand daraus, direkt am Pferd zu arbeiten. «Das bedeutet, dass man sich keinerlei Fehler leisten durfte, denn das Pferd muss danach acht Wochen in den Hufeisen laufen können», sagt der 32-Jährige.

Als Preise gibt es neben Ruhm und Ehre einen Gasofen für den Gewinner und Bronzestallplaketten für die ersten drei. Nach dem Triumph sieht der Alltag von Peter Brülisauer nicht gross anders aus. «Das Leben geht weiter, mein Job bleibt es weiterhin die Kundenwünsche in meiner Hufschmiede zu erfüllen», sagt Brülisauer.

Qualifikation für die Europameisterschaft

Die vier Besten dieses Wettbewerbs qualifizierten sich mit ihrer Leistung für die Europameisterschaften 2021 in Schweden. Dort wehe ein anderer Wind, denn vor allem die britischen Nationen seien auf einem höheren Level. Mit einigen Teamkollegen bestritt Brülisauer unter anderem schon in Kanada, Holland, England und Schottland Wettkämpfe.

«Wir sind mächtig stolz auf unseren Sohn und seine Leistung zum Schweizer Meistertitel», sagt Tobias Brülisauer, der Vater von Peter Brülisauer. Auch Vizemeister zu werden sei natürlich eine Top-Leistung jedoch habe die ganze Familie gehofft, dass es dieses Mal für den Sieg reicht.

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