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Der Bald-Gemeinderat

Die Ersatzwahlen für die zurücktretende Herisauer CVP-Gemeinderätin Ursula Rütsche sind unumstritten. Als einziger offizieller Kandidat steht Glen Aggeler vor der Wahl. Er liebäugelt mit dem Ressort Volkswirtschaft.
Bruno Eisenhut
CVP-Politiker Glen Aggeler auf dem Weg in den Herisauer Gemeinderat

CVP-Politiker Glen Aggeler auf dem Weg in den Herisauer Gemeinderat

In der jüngeren Vergangenheit hat die CVP schweizweit wenig zu lachen gehabt. National eilt die CVP von Misserfolg zu Misserfolg. In Herisau aber darf die Partei den Champagner kalt stellen. Die Wahl von Glen Aggeler in den Gemeinderat gerät zur Formsache. Er tritt am 8. April ohne offiziellen Gegenkandidaten für die Ersatzwahlen in den Herisauer Gemeinderat an.

Liebäugeln mit dem Ressort Volkswirtschaft

Glen Aggelers Zugehörigkeit zur CVP ist familiär bedingt, aber nicht nur. Einerseits gehörte schon sein Vater als Gemeinderat von Waldkirch der CVP an, andererseits fühle er sich mit seiner Wertehaltung in der CVP zu Hause. Nicht der nationale Parteikurs sei es, der ihm behage, sondern die Art der Politik, wie sie die CVP Herisau betreibe. «Bei uns geht es um Sachthemen», so Aggeler.

Der amtierende Einwohnerrat macht keinen Hehl daraus, dass ihn das frei werdende Ressort Volkswirtschaft am meisten reizen würde. Im Bewusstsein, dass die bisherigen Ratsmitglieder bei der Verteilung der Bereiche Vorrang geniessen, hofft er, dass er dieses Ressort von seiner Parteikollegin Ursula Rütsche übernehmen kann. In diesem Ressort sei einiges kürzlich abgeschlossen worden, so Aggeler. Er nennt die erfolgte Zusammenlegung der Forstbetriebe Urnäsch und Herisau. Es laufe hier nun die Phase der Entwicklungsbeobachtung an, sagt er.

Auch die Zusammenarbeit zwischen Gewerbe und den Gemeindebehörden würde Aggeler freuen. Momentan interpretiere er dies als eine gute Zusammenarbeit. Er stelle aber immer wieder fest, dass sich Gewerbe und Gemeinde in diesem Thema zu wenig gut verkaufen würden, erwähnt Glen Aggeler. Möglichkeiten der Entwicklung sieht Glen Aggeler auf dem Obstmarkt. Gemäss seinem Motto «Ich denke in Möglichkeiten und nicht in Schwierigkeiten» kann sich Aggeler vorstellen, auf dem Obstmarkt Versuche zu starten. «Warum nicht ein halbes Jahr gratis Parkieren und anschliessend gleich lang parkplatzfrei machen?», fragt sich der dreifache Familienvater. Dadurch könnten auf günstige Art und Weise Erfahrungen gesammelt werden.

Auch Interesse am Kantonsrat

Seit 2011 gehört Glen Aggeler dem Herisauer Parlament, dem Einwohnerrat, an. Der ehemalige Polizist arbeitet als Leiter der KESB Toggenburg und ist zudem auch in der Freizeit ein aktives Gemeindemitglied, engagiert er sich doch beispielsweise im Sozialprojekt «Selewie» oder beim Aufbau des Kinderspielplatzes «Spielinsel» in Herisau. Weiter war er bis vor kurzem Präsident der CVP Ortssektion Herisau.

Das Pensum eines Gemeinderates von Herisau wird auf 30 Prozent definiert. Die Voraussetzungen für den zusätzlichen Aufwand seien geschaffen, sagt der CVP-Politiker. Bei der KESB würde er sein Pensum entsprechend reduzieren «und auch meine Familie steht voll hinter meiner Kandidatur», so Aggeler. Dieser Familie gehören drei Kinder im Alter von 13, 10 und 8 Jahren an.

Als Gemeinderat sähe sich Glen Aggeler auch im Kantonsrat gut aufgehoben. «Ich kann mir vorstellen, bei den Gesamterneuerungswahlen 2019 auch für das Kantonsparlament zu kandidieren», blickt er voraus.

Jetzt Gemeinderat, im 2019 zusätzlich Kantonsrat und dann? Diese Frage will Glen Aggeler offen lassen. Der CVP blieb beim letzten Versuch ein Sitz in der Kantonsregierung verwehrt. «In der Politik ist dies immer eine Frage des Zeitpunkts und der Personen», so Aggeler. Für ihn stehe die Kandidatur für den Gemeinderat im Mittelpunkt. Die Entwicklung in der Bevölkerung und deren Stimm- und Wahlverhalten seien bekanntlich offen.

Hinweis: Die Ersatzwahlen finden am 8. April statt.

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