Der August hat 31 Tage – und viele verschiedene Gesichter

August Wernli lebt heute gemütlich mit seiner Frau Elisabeth in seinem Elternhaus in Rehetobel. «Wenn man in dem Alter noch jeden Morgen aufstehen kann, muss man zufrieden sein», sagt Wernli. Mit «dem Alter» meint der Pensionär 83 Lebensjahre.

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Augusto Meo reist am liebsten mit dem Auto nach Italien. (Bild: keb)

Augusto Meo reist am liebsten mit dem Auto nach Italien. (Bild: keb)

August Wernli lebt heute gemütlich mit seiner Frau Elisabeth in seinem Elternhaus in Rehetobel. «Wenn man in dem Alter noch jeden Morgen aufstehen kann, muss man zufrieden sein», sagt Wernli. Mit «dem Alter» meint der Pensionär 83 Lebensjahre.

Seine Lehre als Bäcker absolvierte Wernli in Heiden. «In der Lehre war ich eigentlich nur ein billiger Ausläufer für meinen Lehrmeister. Nach dem Lehrabschluss konnte ich nur wenig.» Dieses Manko verfolgte August Wernli damals noch lange. «Ich wurde am Anfang oft <gschickt>, da man mich nicht brauchen konnte», sagt Wernli offen. Doch nach und nach konnte er sein Nichtwissen durch aktives Lernen in anderen Betrieben aufholen. Schon acht Jahre später bestand er die Bäcker-Meisterprüfung an der Fachschule in Luzern.

Als er in den 60er-Jahren in Zürich arbeitete, ging er immer an den Mittagstisch des Frauenvereins essen. Dort lernte er schliesslich auch seine Frau kennen. Die beiden heirateten und zogen von Zürich zuerst nach Rapperswil und dann nach Felsberg.

1966 eröffnete August Wernli seine erste erfolgreiche Bäckerei in Sargans. Diese führte er vier Jahre lang, danach zog es ihn wieder näher ans Appenzellerland. 1970 eröffnete er eine Bäckerei in St. Gallen, die noch heute an der Rorschacherstrasse existiert. «Mein Sohn hat sie übernommen, da ich gesundheitshalber aufhörte», so Wernli. Am Anfang half er dem Sohn noch, doch nach und nach zog er sich nach Rehetobel in sein Elternhaus zurück.

Heute kümmert er sich leidenschaftlich um sein Hobby: Die Bienenzucht. «Und wenn es schön ist, sitze ich mit Elisabeth vor dem Haus auf der Bank», sagt Wernli schmunzelnd. (keb)

August und Elisabeth Wernli können ihren Garten nun geniessen. (Bild: keb)

August und Elisabeth Wernli können ihren Garten nun geniessen. (Bild: keb)