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Denkt mal an das Denkmal

SPEERSPITZ Gräben, Granattrichter, Geisterdörfer. Vor 100 Jahren tobte die Schlacht um Verdun. Im zweiten Jahr des Ersten Weltkriegs liefen in der Region Lothringen die Divisionen Deutschlands und Frankreichs gegeneinander an. Wieder und wieder.
Serge Hediger
St. Gallen - Serge Hediger Toggenburger Tagblatt, Redaktionsleiter, Wattwil (Bild: Serge Hediger)

St. Gallen - Serge Hediger Toggenburger Tagblatt, Redaktionsleiter, Wattwil (Bild: Serge Hediger)

SPEERSPITZ

Gräben, Granattrichter, Geisterdörfer. Vor 100 Jahren tobte die Schlacht um Verdun. Im zweiten Jahr des Ersten Weltkriegs liefen in der Region Lothringen die Divisionen Deutschlands und Frankreichs gegeneinander an. Wieder und wieder. Zehn Monate dauerte der Stellungskrieg ohne Terraingewinn. 800 000 Tote forderte das Gemetzel. 60 Millionen Geschosse pflügten die Landschaft um.

Heute ist Verdun ein Sinnbild für die Grausamkeit des Kriegs. Den Schrecken jedes Kriegs.

Das Soldatendenkmal von Wattwil soll die Menschen daran erinnern. 1951 haben es Wehrmänner aus dem Toggenburg, Gasterland und Seebezirk gestiftet. Als Angehörige der Füsilier-Bataillone 80, 79 und 158 haben sie 1914/18 Aktivdienst geleistet und die Gedenkstätte jenen Soldaten gewidmet, die während des Zweiten Weltkriegs im Kanton St. Gallen den Tod fanden.

Das Soldatendenkmal von Wattwil zeigt einen knienden jungen Mann. Seine Haltung verrät Demut. Vor ihm liegt der Stahlhelm, mit dem die Truppe 1918 ausgerüstet wurde. In den Granit aus dem bündnerischen Andeer hat der Bildhauer Jakob Haueter aus Wattwil die Inschrift «Für das alte, freie Erbe/jeder lebe, jeder sterbe» gemeisselt. Die Figur strahlt Dankbarkeit aus: MCMLI – hier hat eine Region zwei Weltenbrände überlebt.

Daran soll das Soldatendenkmal von Wattwil die Menschen erinnern. Nur: An das Denkmal selbst erinnert sich heute kaum einer mehr.

Eine Gedenkstätte für die Opfer des Grossen Kriegs? Bei uns? Und wo – bitte – soll sie stehen? Beim einstigen Volkshaus, Volkshausstrasse 23, dem heutigen «Thurpark».

@toggenburgmedien.ch

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