Den Zeiger vorwärtsdrehen

Dieses Wochenende ist es endlich wieder so weit. Die Sommerzeit beginnt. Wie die Zunge zum Kiefer gehört die Frage nach dem Vor- oder Zurückstellen des Zeigers zur Sommerzeit. Hier eine einfache Eselsleiter:

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Bild: Martina Basista

Bild: Martina Basista

Dieses Wochenende ist es endlich wieder so weit. Die Sommerzeit beginnt. Wie die Zunge zum Kiefer gehört die Frage nach dem Vor- oder Zurückstellen des Zeigers zur Sommerzeit. Hier eine einfache Eselsleiter:

Merken Sie sich, wie hell es heute abend ist, zum Beispiel um 19 Uhr, wenn sie im Garten ein Kühles kippen wollen. Nun überlegen Sie sich, ob Sie im Sommer länger oder weniger lang im Garten sitzen können. Länger, werden Sie sich jetzt sagen. Damit Sie aber länger im Garten sitzen können, muss es am Sonntag um 20 Uhr abends gleich hell sein wie am Vortag um 19 Uhr. Also logisch, die Uhr wird eine Stunde nach vorne gedreht. Einfach, oder? Oder hier noch eine andere Eselsleiter, falls die erste doch nicht so klar war: Die Sommerzeit beginnt im Frühling. Frühling gleich früh. Damit sie rechtzeitig bei der Arbeit sind, sind müssen Sie eine gefühlte Stunde früher aufstehen, schliesslich wurde eine Stunde gestohlen. Logisch, oder? Oder hier noch eine andere Merkmethode: Der Winter ist die Zeit, in der viele Menschen gerne und ausgiebig «pfusen». Die Winterzeit ist jetzt aber vorbei, also brauchen wir den Schlaf nicht mehr, drum können wir gut und gerne eine Stunde abgeben. Somit stellen wir die Uhr eine Stunde vor. Zugegeben, diese Logik ist nicht überzeugend. Aber einfach nochmals zum Mitschreiben: Wenn im Frühling die Zeit auf Sommerzeit umgestellt wird, stellen wir die Uhr eine Stunde vor. Aus zwei Uhr morgens wird also drei Uhr. So einfach ist es. Und nun: drandenken, wenn Sie heute abend ins Bett gehen!

Bruno Eisenhut