Den Tieren mit dem Herzen zuhören

Barbara Baltensperger aus Oberhelfenschwil lässt Tiere zu Wort kommen. Die Tierkommunikatorin arbeitet auf der Basis der energetischen Resonanz. Damit spürt sie auch Wasseradern auf.

Melanie Graf
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Oberhelfenschwil. Wer würde nicht gerne wissen wollen, wie es der eigenen Katze oder dem eigenen Hund zu Hause bei seinem Menschen gefällt. «Das wollen immer alle wissen», sagt Barbara Baltensperger lachend. Es sei die Frage, die ihre Kursteilnehmenden ihren Haustieren am meisten stellen. Wenn es nicht so sein würde, wäre das Tier schon längstens weg. Barbara Baltensperger ist Tierkommunikatorin und gibt ihr Wissen in Kursen weiter. Sie kann sich mit Tieren jeder Art unterhalten, weiss was die Tiere beschäftigt.

Erst Gesundheitsberaterin

Sie sitzt auf einem braunen Sofa in ihrer kleinen gemütlichen Dachwohnung. Sie wohnt in einem alten Haus im Oberhelfenschwiler Weiler Wigetshof. Auf ihrem orangen T-Shirt prangt eine liegende rote Acht, das Zeichen für Unendlichkeit, ihr Logo. Die beiden Katzen Aaron und Samira streichen um ihre Jeans. Aaron habe Samira eines Tages mit nach Hause gebracht, erzählt Barbara Baltensperger schmunzelnd, seither lebe die herrenlose Katze bei ihr.

Die beiden Stubentiger verziehen sich in eine Ecke der Wohnung und frönen der Dolce far niente, dem süssen Nichtstun. Zur Tierkommunikation kam sie durch ihre Ausübung als Gesundheitsberaterin. «Oft wurde ich von Leuten gefragt, ob ich nicht noch Tips für das Haustier zu Hause hätte», erzählt Barbara Baltensperger. Sie habe immer fühlen können, was dem Tier fehle.

Wasserader im Stall

Vor etwa fünf Jahren sei sie von Leuten aufgesucht worden, die sie darum baten, ihnen die Kommunikation mit den Tieren zu lehren. «Daraufhin habe ich Unterlagen zusammengestellt und begonnen Kurse zu geben», so die Tierkommunikatorin. Sie ist überzeugt: «Das was ich kann, kann jeder. Tierkommunikation basiert auf dem Resonanzprinzip. Das Prinzip basiert auf Aktion und Reaktion, auf eine Aktion folgt immer eine Reaktion», erklärt sie. «Wir alle haben ein Energiefeld um uns herum.

Die Elektronen enthalten alle Informationen des einzelnen Lebewesens.» Dann sagt sie: «Wenn man dem Tier mit dem Herzen zuhört, sich vollständig auf das Lebewesen konzentriert, dann nimmt man die Energien wahr und kann mit dem Tier Kontakt aufnehmen.»

Mit ihrer Fähigkeit eckt sie manchmal auch an. Sie lacht, ihr komme gerade die Geschichte eines Bauern in den Sinn, der überzeugt davon war, dass sie eine Hexe sei.

Er habe sie aus reiner Neugierde in seinen Stall bestellt und ihr eine Kuh gezeigt, die seit längerem gesundheitliche Probleme hatte. «Es hat sich herausgestellt, dass die Kuh auf einer Wasserader stand», erzählt sie. Der Bauer habe dann die Kuh ein paar Meter entfernt angebunden, die Kuh sei gesund geworden. «Über die Resonanz finde ich auch Wasser, wo immer Wasser ist», so Barbara Baltensperger. Mit der Tierkommunikation und ihrer Resonanzenergie wolle sie auf keinen Fall den Tierarzt ersetzen.

Sie wünsche sich eine vermehrte Zusammenarbeit mit dem Veterinären.

Spiegel vor der Nase

Die Tiere hätten eine Aufgabe, weiss Barbara Baltensperger. «Tiere sind Lehrer und Helfer. Sie holen uns wieder zurück zu den Wurzeln.» Sie erläutert: «Tiere halten uns, wie Kinder auch, einen Spiegel vor die Nase und zeigen, wie man ist, ganz unabhängig vom sozialen Status». Selbst hat die 39-Jährige ihre Wurzeln in Australien. Sie sei in Australien geboren und habe bis zum Schuleintritt in Melbourne gelebt.

Durch ihre Adern fliesst Aborigines-Blut.

Ihre Mutter sei aber Schweizerin, so Barbara Baltensperger. Das «innere Buschtelefon», welches den Aborigines angeboren sei und auf Telepathie basiere habe sie beim Umzug in die Schweiz mitgenommen. Aaron ist aus seiner Ecke herausgekommen und springt mit verschlafenem Blick auf das braune Sofa. Blickt sich kurz um. Dann verzieht sich der Kater erneut. Anders Samira.

Sie ist ebenfalls aufgetaucht, hat gefressen und macht sich neben Barbara Baltensperger auf dem Sofa breit.