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Den Stab zweifach übergeben

Veränderungen und eine positive Grundstimmung prägen die Mitgliederversammlung des Vereins Werkheim Neuschwende. Die Ämter des Präsidenten und des Heimleiters sind seit dem Freitag neu besetzt.
Lukas Pfiffner
Andreas Fischer (links) übernimmt vom neuen Ehrenmitglied Dieter Burckhardt die präsidiale Verantwortung. (Bild: Bilder: PF)

Andreas Fischer (links) übernimmt vom neuen Ehrenmitglied Dieter Burckhardt die präsidiale Verantwortung. (Bild: Bilder: PF)

Dieter Burckhardt aus Stäfa konnte mit einem guten Gefühl abtreten. «Wir sind gut aufgestellt», sagte er. Ein bisschen Wehmut schwang am Freitagabend bei seinem Abschied als Präsident des Vereins Werkheim Neuschwende Trogen mit. «Ich war seit meiner Kindheit mit dem Heim verbunden, durch meinen Vater, der ein Gründungsmitglied war, und durch einen meiner Brüder, der seit der Eröffnung hier wohnt.»

Nachfolger Andreas Fischer wurde an der Mitgliederversammlung im Haus Fontana einstimmig gewählt. Der neue Präsident wohnt in Rehetobel und arbeitet als Dozent an der Höheren Fachschule für Anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie in Dornach, deren Leiter er bis vor einem Jahr war. «Ich möchte die begonnenen Arbeiten unterstützen. Es werden einige Themen und Fragen auf uns zukommen. Ich helfe gerne mit», meinte Fischer.

Freude über die Fortsetzung der Familienlinie

Mit Philippe Burckhardt gehört eine zweite Person neu dem Vorstand an. «Ich freue mich, die Familienlinie fortzusetzen», meinte der Bruder des abtretenden Präsidenten. Neuschwende bietet erwachsenen Menschen mit vorwiegend geistiger Behinderung Wohn- und Beschäftigungsplätze an. Die Bewohnerinnen und Bewohner leben in verschiedenen Wohngruppen und -formen und arbeiten in fünf verschiedenen Werkbereichen.

Das Jahr 2017 im Zeichen der Verselbstständigung

Seit über 40 Jahren ist das Werkheim in Trogen zu Hause. Bis Ende 2016 war die Institution in den Heilpädagogischen Verein Küsnacht integriert. Das Jahr 2017 stand im Zeichen der Verselbstständigung. Als es am Freitag um die Bestätigung der übrigen Vorstandsmitglieder ging, sprach deshalb der abtretende Präsident augenzwinkernd vom «alten» Vorstand: So alt sei der ja noch gar nicht, weil der neue Verein Werkheim Neuschwende noch nicht einmal ein ganzes Jahr hinter sich habe. Entsprechend war es die erste Mitgliederversammlung in der neuen Struktur.

Angenommen wurde eine sanfte Statutenänderung: Diese sieht die Möglichkeit einer Ehrenmitgliedschaft vor. Dieter Burckhardt freute sich, dass ihm mit grossem Applaus die würdevolle Premiere zukam. Die «Stabübergabe» an Andreas Fischer war für einmal nicht einfach der Rhetorik geschuldet, sondern fand im wahrsten Sinn des Wortes statt – wie auch jene in der Heimleitung. Andreas Hemetsberger, ein Vorarlberger, hatte als neuer Verantwortlicher am Freitag den ersten Arbeitstag.

Höhere Personalkosten durch neue Belegungen

«Bis der bisherige Heimleiter Niklaus Gächter in die Pension geht, arbeiten wir einen Monat miteinander», sagte Hemetsberger. «Ich habe den Vorstand, das Team und die Anlage schon kennen lernen dürfen. Die Aufbruchstimmung kommt gut herüber, der eingeschlagene Weg gefällt mir.» Die positive Stimmung der Versammlung änderte das Jahresdefizit von rund 180000 Franken nicht. Dieses entstand vor allem durch höhere Personalkosten und wird in den Schwankungsfonds übertragen. «Natürlich hätten wir gerne einen ausgeglichenen Abschluss präsentiert», sagte Rechnungsführer Hanspeter Kühne. Man sei davon ausgegangen, nach den Neubauten (2016) mit dem bisherigen Bestand weiterfahren zu können. Die neuen Belegungen und Gruppierungen hätten gezeigt, dass zusätzliches Personal eingestellt werden müsse. Das Budget 2018 ist ausgeglichen, und für 2019 steht eine neue Leistungsvereinbarung mit dem Kanton im Raum.

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