Den Nagel auf den Kopf getroffen

Der treffende Leserbrief von Daniel Rechsteiner, Herisau, in der AZ vom 30. April hat mich in meiner Meinung nur bestätigt und hat mir und vielen Herisauer Bürger/innen aus dem Herzen geschrieben und den Nagel voll auf den Kopf getroffen.

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Dorfplatz Heiden. (Bild: apz)

Dorfplatz Heiden. (Bild: apz)

Der treffende Leserbrief von Daniel Rechsteiner, Herisau, in der AZ vom 30. April hat mich in meiner Meinung nur bestätigt und hat mir und vielen Herisauer Bürger/innen aus dem Herzen geschrieben und den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Wer hat vor dem Bauprojekt der Migros je etwas von einem Brühlhof gewusst oder wer hat zuvor den Mammutbaum bewusst wahrgenommen? Der Brühlhof ist mehr ein kostspieliges, verwahrlostes Objekt und der Mammutbaum passt schon gar nicht mehr ins Ortsbild und könnte irgendwann zur Gefahr werden. Warum hängen wir immer Altem nach und sind nicht offen für Neues?

Unser Dorf hat schon lange nicht mehr den Charakter, den es einmal hatte, bestes Beispiel Überbauung Gutenberg, Treffpunkt und UBS – Gebäude und deren weitere werden folgen. Liegt der Widerstand wohl auch daran, dass andere, auswärtige Architekten und Investoren involviert sind? Bei gewissen Bauherren wird alles erlaubt – egal, ob es in die Landschaft oder ins Ortsbild passt ! Vor dem Gesetz sind eben nicht immer alle gleich!

Es ist unbestritten, dass ein Migros-Neubau her muss und zwar so schnell wie möglich. Auch ich habe kein Verständnis für die Verzögerungstaktik infolge von politischen Abläufen, wegen Rochaden im Parlament. Die Migros gehört in unser Dorf und ein Neubau lockt bestimmt auch auswärtige Konsumenten an, welche heute lieber nach Gossau oder zum Säntispark fahren, weil das Sortiment und die Infrastruktur dem Bedürfnis entsprechen. Mit einem Neubau gewinnt Herisau an Attraktivität und kostet uns keinen Steuerfranken. Was die Grösse des Migros-Neubaus betrifft, bin ich der Meinung, dass ein solches Bauprojekt mit Weitsicht für die Zukunft, d. h. für die nächsten 50 Jahre geplant werden muss. Sicher kann mit einem grosszügigen Projekt auch das Parkplatzproblem in Herisau verbessert werden. Sagen wir deshalb Ja zur Zukunft von Herisau und Nein zum Brühlhof und Mammutbaum. Die Verhinderungstaktik gewisser Heimatschützer bringt uns nicht weiter, wir haben genug Altertum und verlotterte und baufällige Bauten in unserer Gemeinde, die es zu reduzieren gilt. Von den immensen Kosten für solche Objekte gar nicht zu sprechen.

Emmy Zürcher, Kreckel 5, 9100 Herisau

Schlechter Verlierer?

Das Wahlresultat hätte kaum klarer ausfallen können: 651 Stimmen für Gallus Pfister (53.49 %), Ueli Rohner mit deutlichem Rückstand auf dem zweiten Platz (375 Stimmen, 30.81 %). Die Bevölkerung von Heiden hat entschieden, dass sie Gallus Pfister das Vertrauen schenkt und ihn als Gemeindepräsidenten will. Traurigerweise muss der Amtsantritt aufgrund einer Stimmrechtsbeschwerde nun warten – Markus Hilber, ebenfalls Kandidat auf das Amt (37 Stimmen, 3.04%) hat eine Stimmrechtsbeschwerde eingereicht, welche teilweise gutgeheissen wurde. Die Wahl muss also wiederholt werden. Doch die Tatsache, dass Gallus Pfister gar nicht wählbar sei, wurde während des Wahlkampfs weder von einem Kandidaten noch von offiziellen Stellen angesprochen; dies wirft doch einige Fragen auf: Warum wurde die Beschwerde trotz des deutlichen Wahlsiegs von Pfister eingereicht, und dies von einem Kandidaten mit bescheidenen 3.04% der Stimmen? Warum müssen die Steuerzahlenden den Mehraufwand für eine neue Wahl bezahlen, obwohl sie ihre Meinung schon deutlich kundgetan haben?

Warum ist die Bürokratie wichtiger als der Volkswille? Wir werden Gallus Pfister erneut unterstützen, und hoffen, dass die restliche Bevölkerung von Heiden ein Zeichen setzt und Pfister mit einem noch deutlicheren Resultat als Gemeindepräsident bestätigt.

Marco Solenthaler/Jan Keim, Asylstrasse 14/Langmoosweg 1, 9410 Heiden

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