Den guten Ruf bestätigt

114 Personen haben vorgestern von Herisau respektive Appenzell aus den Anstieg auf die Hundwilerhöhe wettkampfmässig hinter sich gebracht. Die Organisatoren ziehen ein positives Fazit; Zwischenfälle hat es keine gegeben.

Lukas Pfiffner
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HERISAU. Schulhausplatz Saum: Die Schriften auf den Trikots zeugen von der Zugehörigkeit zur Läufergruppe Wittenbach, zur Lauforganisation Uphill, zum Sportclub Pfullendorf/D. Andere Shirts deuten auf Teilnahme am Auffahrtslauf St. Gallen, am Zürcher Silvesterlauf oder am Pfäffikersee-Lauf. Einer trägt ein Oberkleid mit dem Aufdruck «Weltkulturerbelauf Bamberg». Ganz so prominent ist die Bezeichnung des Anlasses vom vergangenen Dienstagabend nicht. Aber der traditionelle Hundwilerhöhelauf, ausgeschrieben von der Ausserrhoder Sektion des Touring-Clubs und der Innerrhoder TCS-Regionalgruppe, hat sich einen guten Namen geschaffen im Kreis ambitionierter Läuferinnen und Läufer aus der Ostschweiz.

Achtung: Vogelhäuschen

Bis 19 Uhr erfolgt die Deponierung des Gepäcks im Kleinbus. Einige Teilnehmer laufen sich ein, andere dehnen, einer sitzt gemütlich auf der Schaukel des Schulhausplatzes. Thomas Lutz, der Leiter der Organisation, trägt Nachmeldungen in den Computer ein, während an einem Tisch seine Schwester Monika und TCS-Vorstandsmitglied Christian Baumberger den Teilnehmern die Startnummer und den Zeitmess-Chip abgeben. Letzterer ist mit einem Klettband am linken Fussgelenk anzubringen. Die Wetterbesserung gegenüber dem ziemlich garstigen Vormittag bewegt wohl noch einige spontan Entschlossene an den Start. 56 Läuferinnen und Läufer sind schliesslich bei der 20. Durchführung ab dem Saum eingeschrieben. «Passt auf, einige Laufpartien könnten noch nass sein. Und drosselt beim Holzbrücklein das Tempo», gibt Thomas Lutz Informationen mit auf den Weg. «Der Zieleinlauf ist mit Trassierband markiert. Achtet darauf, dass ihr dort den Kopf nicht am Vogelhäuschen anschlagt.» Gelächter und Applaus. Und dann, um halb acht Uhr: «Drei, zwei, eins, los!» Eine kleine Delegation übernimmt die Aufgabe des «Besenwagens»: Die Fähnchen sind einzusammeln und sämtliche Zäune zu schliessen.

Wurst und Glas

In Appenzell läuft parallel ein ähnliches Prozedere. Vom Landsgemeindeplatz starten 58 Athletinnen und Athleten. «Mit der Zahl von total 114 Teilnehmern können wir zufrieden sein», sagt Thomas Lutz. Es hätten schon mehr, aber auch schon weniger mitgemacht. Die schnellsten Männer sind diesmal Guido Bischofberger (ab Herisau) und Reto Sutter (ab Appenzell), die schnellsten Frauen Mariam Lauener (Start im Saum) und Iris Bechtiger (Start auf dem Landsgemeindeplatz). Im Ziel auf der Hundwilerhöhe wirken Heinz Jucker und Herbert Hänni, Präsident und Vizepräsident des Ausserrhoder TCS, als Grilleure. Wurst und Brot gibt es für alle. Zudem wird ein Erinnerungsglas abgegeben. «Es ist niemand mit dem Kopf ans Vogelhäuschen geprallt», kann Thomas Lutz berichten. Andere Zwischenfälle sind ebenfalls nicht zu verzeichnen. Es sei ein schöner Anlass gewesen mit guter Stimmung und positiven Rückmeldungen der Läuferinnen und Läufer.

Ranglistenauszug Herisau Männer: 1. Guido Bischofberger (Oberegg) 50:22; 2. Andreas Schenk (Appenzell) 51:01; 3. Stefan Süess (Schönenberg) 52:03. Herisau Frauen: 1. Mariam Lauener (Unterseen) 58:14; 2. Luzia Neff (Rickenbach) 58:55; 3. Astrid Michelle Leu (Wittenbach) 01:01:58. Appenzell Männer: 1. Reto Sutter (Appenzell) 38:10; 2. Walter Manser (Appenzell) 39:29; 3. Roman Nef (Gonten) 39:36. Appenzell Frauen: 1. Iris Bechtiger (Wald) 47:25; 2. Evelyne Manser (Brülisau) 50:04; 3. Frieda Manser (Eggerstanden) 51:38.

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