Den Dorfkern attraktiver gestalten

Für 1,5 Millionen Franken soll die Ortsdurchfahrt in Urnäsch saniert und neu konzipiert werden. Das Vorprojekt wurde an der Orientierungsversammlung vorgestellt. Gleichzeitig genehmigten die Stimmbürger den Voranschlag 2015.

Jesko Calderara
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URNÄSCH. Im Dorfzentrum von Urnäsch wird angestrebt, die Geschwindigkeit zu senken. Auch will man die Sicherheit für Fussgänger erhöhen. Zur Umsetzung dieser Ziele soll die Kantonsstrasse zwischen Hotel Krone und Coop erneuert und umgestaltet werden. «Insbesondere beim Deckbelag gibt es bauliche Mängel», präzisiert Kantonsingenieur Urban Keller am Dienstagabend in Urnäsch. Er stellte im zweiten Teil der öffentlichen Orientierungsversammlung das Vorprojekt «Gesamtsanierung Ortsdurchfahrt» vor. Als erstes ging Keller vor den 70 Anwesenden in der Schulanlage Au auf die Vorgeschichte ein und nannte das Hauptziel des Vorhabens: «Der Ortskern in Urnäsch soll attraktiver werden.»

Optische Einengung

Als eine Massnahme ist geplant, die Fahrbahn «optisch zu verengen», wie der Kantonsingenieur ausführte. Zwar verfügt die Strasse auch danach wie bis anhin über eine Breite von sechs Metern. Neu wird aber auf beiden Seiten je ein 40 Zentimeter breiter Rand aus weissem Stein angebracht. Dadurch würden Fahrzeuglenker gezwungen, mehr in der Mitte zu fahren, sagte Keller. «Die Massnahme führt zu sinkenden Geschwindigkeiten.» Der gleichen Absicht dient die Verengung der Fahrbahn vom Restaurant Schäfli bis zum Gasthaus Taube. Diese wurde in den vergangenen Tag provisorisch angebracht, um erste Erfahrungen zu sammeln. Damit werde die Strecke für alle Verkehrsteilnehmer übersichtlicher, betonte Keller. Änderungen wird es zudem bei den Fussgängerstreifen geben. Aus Sicherheitsgründen soll jener beim Dorfbrunnen Richtung Kronenkreuzung verschoben werden. Der Fussgängerübergang vor dem Restaurant Taube verschwindet ersatzlos.

Insgesamt kostet die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Urnäsch rund 1,5 Millionen Franken. Der Gemeindeanteil beträgt dabei 520 000 Franken.

Baustart noch offen

In der Fragerunde gab es mehrere kritische Voten zu einzelnen Teilen des Vorhabens. So warnte Gemeinderat Niklaus Hörler vor den Kostenfolgen für Urnäsch. Er begrüsse jedoch grundsätzlich das Projekt. Ein weiterer Votant war der Ansicht, dass eine Geschwindigkeitsreduktion besser mit einer Senkung der Höchstgeschwindigkeit erreicht werden kann. Noch offen ist, wann der Baustart erfolgt. Zuerst wird das Bauprojekt in einem nächsten Schritt im Detail ausgearbeitet. Er wünsche sich, dass der Dorfkern in Urnäsch zur 600-Jahr-Feier 2017 in neuem Glanz erstrahlt, sagte Gemeindepräsident Franz Sandholzer zum Schluss der Veranstaltung.

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