Den Blick für Gefahren schulen

Ob Balkon, Fensterscheibe oder Treppenhaus: Bauten bergen Gefahren, die oft erst auf den zweiten Blick bemerkt werden. Gestern übten Sicherheitsdelegierte in Grub, sie zu erkennen.

Johannes Wey
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Stefan Meile sensibilisiert Sicherheitsdelegierte für alltägliche Gefahren. (Bild: jw)

Stefan Meile sensibilisiert Sicherheitsdelegierte für alltägliche Gefahren. (Bild: jw)

GRUB. Gefahren erkennen, bevor sich jemand verletzt – dazu braucht es ein geübtes Auge. Um den Blick für diese Gefahren zu schärfen, lud die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) gestern die Sicherheitsdelegierten aus der Region zur Weiterbildung ins Restaurant Bären nach Grub ein. Gastgeber der Tagung war Franz Fuchs, Sicherheitsdelegierter aus Eggersriet. Für Fuchs war es nach 34 Jahren im Amt zugleich die letzte Tagung.

Beispiele aus der Praxis

Stefan Meile, Chef-Sicherheitsdelegierter der Region Ostschweiz/FL, leitete die Weiterbildung anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis. Die Delegierten waren im Vorfeld angehalten worden, Meile besondere Fälle aus ihren Gemeinden zu melden. Er demonstrierte, dass gefährliche Situationen oft auch aus gutem Willen entstehen können – etwa wenn ein Abwart einen Abfalleimer auf einem Spielplatz direkt unter einer Rutschbahn am Kletterturm anbringt: In diesem Beispiel stürzte ein Kind auf den Eimer und verletzte sich erheblich am Rücken und am Gesäss.

Besprochen wurden auch Mängel, die auf den ersten Blick ungefährlich erscheinen, so zum Beispiel ein spitzer Wegweiser, der genau auf Gesichtshöhe angebracht worden war.

Für Rechtsfälle sensibilisiert

Stefan Meile bemühte sich auch darum, die Sicherheitsdelegierten für ihre Aufgabe zu sensibilisieren. Denn in den vergangenen Jahren habe sich die Tendenz verstärkt, bei Unfällen den Rechtsweg zu beschreiten.