Dem Nachwuchs etwas zurückgeben

Beim zweiten Fussballcamp in Frauenfeld, organisiert vom Ostschweizer Fussballverband (OFV), gehörten mit Noah Oswald und Ernst Götschi zwei Toggenburger dem Organisationskomitee an.

Beat Lanzendorfer
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Insgesamt 70 Knaben und Mädchen waren Teilnehmer des Fussballcamps in Frauenfeld.

Insgesamt 70 Knaben und Mädchen waren Teilnehmer des Fussballcamps in Frauenfeld.

Der Ostschweizer Fussballverband führt seit 1989 jedes Jahr in den Sommerferien Fussballcamps für Knaben und Mädchen in Davos und Tenero durch. Diese stehen seit der Premiere unter der Leitung von Jost Leuzinger, Technischer Leiter des OFV.

Die bald dreissigjährige Erfolgsgeschichte liess bei den Verantwortlichen des Verbandes den Entschluss reifen, ein Camp in der Region anzubieten. Als Organisator stellte sich Roman Wild zur Verfügung, der beim Verband für die Trainerausbildung zuständig ist. Die erste Ausgabe im letzten Jahr in Frauenfeld stiess auf derart grosse Resonanz, dass einer Fortsetzung nichts im Wege stand. Austragungsort vom 12. bis 14. Oktober war erneut die Thurgauer Metropole, wo der Nachwuchs im Alter zwischen 6 und 13 Jahren sowie die sieben Trainer ideale Bedingungen vorfanden.

Trainerqualität und Erlebnis sind entscheidend

Roman Wild ist sich durchaus bewusst, dass die Konkurrenz mit den privat organisierten Fussballcamps gross ist. «Unser Trumpf: Bei uns steht die Qualität im Vordergrund. Alle Trainer, die sich während dreier Tage dem Nachwuchs widmen, sind mindestens im Besitz des C-Diploms. Im Weiteren bieten wir spezifische Torhütertrainings an und haben mit Noah Oswald und Spiridon Moutafis zwei Spezialisten im Boot, die über die notwendige Ausbildung verfügen. Zur Crew gehört mit Selina Ruckstuhl auch eine Frau, die an der Uni Sportwissenschaft studiert.

Die 70 Kinder waren von 9.30 bis 16 Uhr betreut, das gemeinsame Mittagessen in der Eishalle gehörte auch dazu. Mit dem Torwandschiessen, der Schussgeschwindigkeitsmessstation und dem Minifeld wurde auch den polysportiven Ansprüchen Rechnung getragen. In den Pausen wartete sogar ein «Töggelikasten». Höhepunkt war das Turnier am Freitagnachmittag.

Arbeit mit dem Nachwuchs macht Spass

Flavio Wittenwiler aus Wattwil war als Teilnehmer dabei. Mit Ernst Götschi, besondere Aufgaben, und Noah Oswald, Trainer, beide aus Bütschwil, waren zwei weitere Toggenburger im Camp zugegen. Dazu Noah Oswald, der an der ETH in Zürich im siebten Semester Energy Science Technology im Bereich Sonnen- und Solarenergie studiert: «Das Training mit den jungen Fussballern macht Spass. Ich mache es gerne, und ist es wichtig, dass man dem Nachwuchs etwas zurückgibt.» Der 22-Jährige steht als Aktiver zwischen den Pfosten beim Drittligisten Bütschwil und gibt sein Wissen als Torhütertrainer bei «Future Champs Ostschweiz» weiter. Dieses Netzwerk, bestehend aus Verband und Vereinen, hat sich zum Ziel gesetzt, den talentierten Nachwuchs gezielt zu fördern. Die Frage, ob es zu einer Fortsetzung des Fussballcamps kommt, konnte Camp-Organisator Roman Wild nicht abschliessend beantworten.

«Wenn alles stimmt, warum nicht. Der Erfolg bestätigt uns, dass wir einen guten Weg eingeschlagen haben. Vor einem Jahr hatten wir 60 Teilnehmer, jetzt waren es schon 70. Wir mussten einigen sogar schweren Herzens eine Absage erteilen. Um allen eine optimale Ausbildung zu garantieren, dürfen die Gruppen nicht zu gross sein. Die Kinder sollen schliesslich auch Fortschritte erzielen und nach dem Ende des Camps ein positives Fazit ziehen. Dies wollen wir auch in Zukunft so handhaben.

Auch die Schusstechnik stand an den drei Ausbildungstagen auf dem Tagesprogramm.

Auch die Schusstechnik stand an den drei Ausbildungstagen auf dem Tagesprogramm.

Hinten von links: Ernst Götschi, besondere Aufgaben, Noah Oswald, Trainer, beide aus Bütschwil, sowie Turnierorganisator Roman Wild, Wil. Vorne Teilnehmer Flavio Wittenwiler aus Wattwil. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Hinten von links: Ernst Götschi, besondere Aufgaben, Noah Oswald, Trainer, beide aus Bütschwil, sowie Turnierorganisator Roman Wild, Wil. Vorne Teilnehmer Flavio Wittenwiler aus Wattwil. (Bilder: Beat Lanzendorfer)