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In Urnäsch das Handwerk ins Zentrum rücken: Pilotphase mit Schülern im 2019

Die Idee, Urnäsch als Handwerkerdorf zu positionieren, stösst an einem ersten Informationsabend auf gutes Echo. Der Gemeindepräsident denkt bereits an eine Pilotphase im kommenden Frühjahr.
Roger Fuchs
Schmied ist nur einer von vielen Handwerksberufen, die im Hinterländer Dorf Urnäsch noch ausgeführt werden. (Bild: PD)

Schmied ist nur einer von vielen Handwerksberufen, die im Hinterländer Dorf Urnäsch noch ausgeführt werden. (Bild: PD)

Ob Schindelmacher, Schmied, Wagner oder Polsterer – es gibt noch Menschen, die solch alte Handwerksberufe ausüben. In Urnäsch wird über Möglichkeiten nachgedacht, damit diese in der Öffentlichkeit sichtbarer wird. Dem Gemeindepräsidenten Peter Kürsteiner schwebt vor, Urnäsch als Handwerkerdorf zu positionieren und dazu in einer Liegenschaft ein entsprechendes Handwerkerzentrum mit Ausstellungsraum, Werkstätten und Shop einzurichten. «Immer wieder beklagen sich Handwerker, sie würden keine ausgebildeten Leute mehr finden», so Kürsteiner. Diese Situation wolle man verbessern. Gleichzeitig schwebt dem Gemeindepräsidenten vor, mit einem solchen Projekt die Marke Urnäsch zu stärken und als Ort bekannt zu machen, an dem gutes und solides Handwerk praktiziert wird.

Kürzlich hat die unter der Leitung von Peter Kürsteiner stehende Arbeitsgruppe zu einem Informationsabend für Landwirte und Handwerksleute eingeladen. Fünfzig Personen seien gekommen, freut sich Kürsteiner rückblickend. In erster Linie sei es an diesem Abend darum gegangen, eine Diskussion zur Idee in Gang zu bringen. Zwar wurde die Arbeitsgruppe nicht von Zusagen oder Fragen überrannt, doch im Nachgang zu diesem Abend seien etliche positive Rückmeldungen eingegangen. «Die Bereitschaft und das Interesse, bei einem solchen Projekt mitzumachen, sind spürbar», bilanziert Peter Kürsteiner folglich.

Eine Pilotphase mit Oberstufenschülern

Noch ist das Ganze erst ein Entwurf. Doch die Diskussion wird weitergehen. Schliesslich würde ein Handwerkerzentrum nicht nur dem Handwerk ein Gesicht geben, sondern auch den Arbeitenden die Chance eröffnen, sich besser zu vernetzen. Im Frühjahr 2019 soll gemäss Peter Kürsteiner eine Art Pilotversuch stattfinden. Oberstufenschülerinnen und –schüler sollen dann bei Handwerkern, die sich am Projekt beteiligen wollen, vorbeischauen und die unterschiedlichen Handwerkskünste aus nächster Nähe erfahren können. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler sollen zeigen, wie das Handwerk ankommt und ob es bei den jungen Leute überhaupt eine Faszination weckt.

Sollten einzelne Schritte auf dem weiteren Weg bereits Auswirkungen auf das Budget 2019 haben, würde dies im Voranschlag mitberücksichtigt. Auslöser für die ganze Idee war notabene die letztjährige 600-Jahr-Feier der Gemeinde. Viele Einheimische liessen damals die Besucherinnen und Besucher über ihre Fertigkeiten staunen. Nicht ausgeschlossen, dass solches früher oder später in Urnäsch ganz alltäglich sein wird.

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