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Neuer Präsident des Appenzeller Fleischverbandes blickt zuversichtlich in die Zukunft

Als neuer Präsident des Fleischfachverbandes Appenzellerland wird Philip Fässler gefordert sein. Der Nachwuchs steht im Vordergrund: Es fehlen Lehrlinge.
Martin Brunner
Philip Fässler führt eine eigene Metzgerei in Steinegg. (Bild: Martin Brunner)

Philip Fässler führt eine eigene Metzgerei in Steinegg. (Bild: Martin Brunner)

Die Fleischbranche liegt Philip Fässler am Herzen. Das beweist er einerseits mit seiner eigenen Metzgerei in Steinegg, wo er mit Leib und Seele Metzger sowie Unternehmer ist. Andererseits engagiert er sich als neuer Präsident des Fleischfachverbandes Appenzellerland für seine Branche. «Für mich ist es eine Ehre, dass ich mich für unseren Verband einsetzen kann», sagt er. «Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben, nicht zuletzt deshalb, weil ich den Kontakt unter den Berufskollegen schätze.»

Eine seiner wichtigsten Aufgaben dürfte für Philip Fässler der Nachwuchs sein. «In unseren Metzgereien gibt es genügend Lehrstellen», erklärt er. «Allerdings fehlen aktuell sechs bis zehn Jugendliche, die diesen Beruf erlernen möchten. Deshalb wollen wir aktiv auf junge Menschen zugehen.» Das bedeutet, dass der Verband zum Beispiel am Bubenschwingen am Kronberg dabei war, um den Beruf des Fleischfachmanns vorzustellen. Dort konnten die Knaben selber eine Wurst herstellen. Dasselbe gilt für Messen wie die OFFA. «Aber auch Erfolge an Berufsmeisterschaften helfen mit, den jungen Menschen die Schönheiten unseres Berufes zu zeigen», sagt Fässler.

Grosse Innovationskraft

Sein Engagement ist nötig und lohnt sich, denn die Fleischanbieter sollen im Appenzellerland auch weiterhin gut verankert bleiben. Viele von ihnen ermöglichen über zehn Mitarbeitenden eine Beschäftigung. Zwar sank die Anzahl der Anbieter von 64 vor 20 Jahren auf 18 in diesem Jahr. Erstaunlich ist der Kanton Appenzell Innerrhoden, wo den 15000 Einwohnern gleich fünf Metzgereien zur Verfügung stehen. «Die Appenzeller Metzgereien beweisen immer wieder ihre grosse Innovationskraft», sagt Fässler. «Das schätzen die Konsumenten ebenso wie die Frische und den Service vor Ort.» Dazu gehöre aber auch die Regionalität und die Nachhaltigkeit, denen es Sorge zu tragen gelte, ganz abgesehen von der Qualität, die immer im Vordergrund stehe. Nicht zuletzt weiss er, dass die Konsumenten Transparenz fordern und informiert sein wollen. Fässler ist überzeugt, dass die Appenzeller Metzgereien alle diese Ansprüche auch in Zukunft zu erfüllen vermögen und trotz Grossverteilern noch lange Bestand haben werden.

Der neue Präsident hat nicht zuletzt weitere, nicht zu unterschätzende Vorteile auf seiner Seite. «Im Appenzellerland haben viele Leute einen direkten Bezug zum Fleisch», erklärt er. «Sie kennen die Landwirtschaft, haben einen Bezug zu den Bauern und wissen, wo und wie die Tiere gehalten werden.»

Mit Zuversicht in die Zukunft

Fässler erwähnt die intakte Landschaft, die den Konsumenten ein positives Gefühl vermittelt und die vielen Spezialprodukte, die erfolgreich vermarktet werden. Eben erst wurden das Appenzeller Mostbröckli, der Appenzeller Pantli und die Appenzeller Siedwurst in den Kreis der geschützten geografischen Ursprungsbezeichnung (IGP) aufgenommen. Kommt dazu, dass er die Kontakte zwischen Metzgern und Landwirten positiv beurteilt. «Beide Seiten sollen an der Wertschöpfungskette teilhaben können.» All das lässt ihn zusätzlich zuversichtlich in die Zukunft blicken.

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