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DEGERSHEIM: Keine Lust auf Hollywood-Feeling

Er ist noch immer zu haben, der 1973er-Mercedes 250 C. Die Hochzeitslimousine von Liz Taylor und Richard Burton wurde an der Auktion vom Sonntag in der Dreamfactory für 24 000 Franken ausgerufen – Gebote gab es nicht.
Andrea Häusler
Erreichte den Mindestpreis knapp nicht: Der Triumph TR 7 2.0 Cabriolet, 1981 (links). Keine Gebote gab's für den Hochzeits-Benz von Taylor/Burton. (Bilder: Andrea Häusler)

Erreichte den Mindestpreis knapp nicht: Der Triumph TR 7 2.0 Cabriolet, 1981 (links). Keine Gebote gab's für den Hochzeits-Benz von Taylor/Burton. (Bilder: Andrea Häusler)

DEGERSHEIM. Der Oldtimer steht im Kellergeschoss der Dreamfactory in Degersheim. Mit Richard Burtons Fotos auf dem Vordersitz und einer lebensgrossen Mechaniker-Puppe dekorativ in Szene gesetzt, wartet er auf jenen Verehrer des Glamourpaars der 60er und 70er, der ihn zurück auf die Strasse bringt. Warten tut er allerdings vergeblich. Bereits 2007 war der inzwischen 43jährige Luxusschlitten unter den Hammer gekommen, in den Jahren danach immer wieder einmal. Der im Kanton Bern zugelassene Wagen war nach dem Tod Burtons im Jahre 1984 zwar revidiert, aber nie wieder eingelöst worden. Der Ausweis lautet folglich nach wie vor auf den Namen des Hollywoodstars.

Star-Car bleibt in Degersheim

An der Auktion der Swiss Auction Company vom Sonntag gelangte er nun, als Los 174, neuerlich zum Ausruf. «Der Wert beziffert sich auf 20 000 Dollar», sagte Auktionator Reto Breitenmoser, «wir beginnen mit 24 000 Dollar – 4000 Franken sind als Berühmtheitszuschlag eingerechnet.» Die rund 50 anwesenden Auktionsteilnehmer amüsierten sich, die Hände aber bleiben unten und auch auf der Internetplattform, über die Interessierte weltweit live mitbieten konnten, tat sich nichts. Breitenmoser nahm's gelassen: «Auch gut, dann könnt ihr den Wagen weiterhin unten im Keller besichtigen und bestaunen», sagte er.

«Miami Vice» in Degersheim

Selbiges gilt nicht für die Replik des berühmten «Miami Vice» Cabrio 365/4 GTB Daytona, das auf einer 72er-Chevrolet Corvette basiert und von «Sonny Crockett» in der amerikanischen TV-Serie der 80er gefahren worden war. Der rote Kult-Flitzer mit eine Laufleistung von rund 25 000 Kilometern und Restaurationsbelegen über 300 000 Franken ging für 75 000 Dollar an einen Bieter im Saal. Ähnliche Verkaufspreise erzielten der Bentley MK VI, Baujahr 1949, sowie der Jaguar E-Type Coupe FHC, 1973. Viele weitere Automobil-Klassiker und Oldtimer fanden durchaus Interessenten, doch erreichten deren Gebote die geforderten Mindestpreise nicht. Darunter auch der vierrädrige Traum eines jedes Sportwagenfans: ein silbergrauer Mercedes-Benz McLaren SLR (5439 ccm/ 460 kW) mit Flügeltüren, Erstzulassung 2005. Das Internet-Gebot eines potenziellen Käufers von einer knappen Viertelmillion Dollar reichte für den finalen Zuschlag nicht aus.

Von den USA nach Holland

175 Einzellose wurden im Verlauf des Sonntagnachmittags unter dem Titel «Die Dubai Collection und auserlesene Instrumente aus aller Welt» versteigert oder angeboten. Ausgerufen und zumeist verkauft wurden verschiedenerlei Musikautomaten – Trouvaillen, aber auch exklusive Raritäten für anspruchsvolle Sammler. Ausserdem Stand- und Wanduhren, Grammophone, Juke-Boxen (darunter drei Wurlitzer), Music-Boxen, Orchestrions/Pianos und Orgeln. Als Highlight bezeichnete Reto Breitenmoser die in den USA stehende Ruth-Jugendstil-Jahrmarktsorgel-Fassade von sechs Metern Länge. Das geschnitzte, mit Puten besetzte Stück, wurde für 58 000 Dollar an einen Internet-Bieter aus Holland verkauft.

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