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Teufner Lehrer als Trekking-Leiter
auf Madagaskar

Peter Elliker organisiert seit sieben Jahren Trekkingreisen auf Madagaskar. Dieses Jahr ist es eine entlang der einzigen noch funktionierenden Eisenbahnlinie von Fianarantsoa nach Manakara.
Margrith Widmer
Auf der Eisenbahnlinie FCE (Fianarantsoa-Côte-Est Railway) verkehren Wagen, die aus der Schweiz stammen, unter anderem von der Brünigbahn, der Chemin de fer Yverdon-St. Croix und den Berner Oberland-Bahnen. (Bild: PD)

Auf der Eisenbahnlinie FCE (Fianarantsoa-Côte-Est Railway) verkehren Wagen, die aus der Schweiz stammen, unter anderem von der Brünigbahn, der Chemin de fer Yverdon-St. Croix und den Berner Oberland-Bahnen. (Bild: PD)

Alles begann, als der damalige Teufner Sekundarlehrer Peter Elliker im Zusammenhang seines Geografieunterrichts auf eine Broschüre und einen Film über Madagaskar stiess, welche die Deza (Eidgenössische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) zur Verfügung stellte. Sogleich war Elliker vom Madagaskar-Virus infiziert: Er behandelte in der Schule die Abholzung des Regenwalds auf der Insel und war von ihr fasziniert. Als er im Jahr 1993 einen Bildungsurlaub von sechs Monaten beziehen durfte, war das Ziel klar: Madagaskar.

Peter Elliker

Peter Elliker

Während seines Bildungsurlaubs arbeitete er mit Schulen zusammen, um Umweltthemen in den Lehrplan einzubetten und organisierte Themenwochen zum Umweltschutz. Dabei lernte er zahlreiche Madagassen und Schweizer Entwicklungshelfer kennen – Kontakte, die zum Teil bis heute bestehen.

Zweite Reise erst zehn Jahre später

Nach seiner Rückkehr stellte Elliker fest, dass es für ihn auf der Insel noch viele weisse Flecken gab. Zehn Jahre später kehrte er zurück, um die Masoala-Halbinsel auf eigene Faust zu Fuss zu durchqueren. Er wollte das Original sehen. Die «alten» Kontakte waren noch aktiv. «Mein Freund Olivier (Liva) begleitete mich auf diesem abenteuerlichen Trip», erzählt er.

Ein weiteres Abenteuer war 2008 die Flussfahrt auf dem Mangoky im Süden Madagaskars. Auch diese Reise führte ihn und Liva in weitgehend unberührtes Gebiet. Das Abenteuer endete schliesslich mit einer zweitägigen Fahrt auf dem Meer mit einer Segelpiroge von Morombe über mehr als 200 Kilometer nach Morondava.

2012 organisierte der Teufner dann seine erste Reise mit elf Lehrerkolleginnen und -kollegen. Es folgten weitere Reisen und Rekognoszierungen.

Famadihana: ein besonderer Totenkult

Einer der absoluten Höhepunkte war 2015 das Finden einer Famadihana zu einem bestimmten Termin, damit ein deutsches Fernsehteam darüber berichten konnte. In Madagaskar werden die Toten oft in steinernen Gräbern untergebracht und dann nach einigen Jahren wieder hervorgeholt und in neue Tücher gewickelt. Sie gelten als nicht ganz tot und es wird mit ihnen Zwiesprache gehalten. Dieser Totenkult heisst Famadihana.

Im vergangenen Jahr rekognoszierte Elliker ein Trekking zum höchsten Wasserfall Madagaskars; vom Hochland bis ans Meer. Und für seine diesjährige Reise, die 21 Tage dauern wird, hat er sich etwas Besonderes ausgedacht. Im Zentrum steht ein fünftägiges Trekking entlang der noch einzigen funktionierenden Eisenbahnlinie der Insel von Fianarantsoa nach Manakara. Der schönste Teil der Strecke (rund 90 Kilometer) wird zu Fuss bewältigt. Übernachtet wird bei Familien oder in ganz einfachen Unterkünften. Zurück nach Fianarantsoa geht es dann mit der Bahn. Der Zug verkehrt nur zweimal pro Woche und mit lediglich rund 25 Kilometern pro Stunde. Für die Einheimischen ist es ihr TGV (train à grandes vibrations – Zug mit starken Vibrationen). Geplant ist zudem ein Besuch in einem Nationalpark, wo Halbaffen, sogenannte Lemuren, leben.

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