Das Wetter beschert viele Schnecken

Wer einen Garten hat, der wird sich aktuell über Schnecken ärgern. Der Direktor des St. Galler Naturmuseums Toni Bürgin spricht über die Schneckenplage und deren Vermeidung. Herr Bürgin, weshalb gibt es dieses Jahr so viele Schnecken?

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Toni Bürgin Direktor Naturmuseum (Bild: Jakob Ineichen)

Toni Bürgin Direktor Naturmuseum (Bild: Jakob Ineichen)

Wer einen Garten hat, der wird sich aktuell über Schnecken ärgern. Der Direktor des St. Galler Naturmuseums Toni Bürgin spricht über die Schneckenplage

und deren Vermeidung.

Herr Bürgin, weshalb gibt es dieses Jahr so viele Schnecken?

Wir haben dieses Jahr sehr viele Niederschläge und eine hohe Luftfeuchtigkeit gehabt. Das sind die besten Wetterbedingungen für Schnecken.

Welche Pflanzen sind besonders attraktiv für Schnecken?

Bei den derzeitigen Bedingungen machen sich die Schnecken an fast jedem Gewächs zu schaffen. In meinem Garten haben sie sogar Schnittlauch und den giftigen Rittersporn befallen.

Wie geht man am besten gegen die Schneckenplage vor?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Schnecken zu vermeiden. Schneckenkörner würde ich nicht empfehlen, da auch andere Tiere wie Igel darunter leiden können. Wer nicht auf chemische Mittel zurückgreifen möchte, der kann die Schnecken einsammeln und vom eigenen Gewächs entfernen. Eine andere Option sind Enten. Das sind gute Schneckenjäger.

Haben Schnecken auch positive Aspekte?

Wenn man Schnecken genauer betrachtet, dann sind das faszinierende Tiere. Zudem sind sie wichtige Bioindikatoren für das Klima. Weichtier-Forscher freuen sich und können vielleicht sogar neue Arten entdecken. (mik)