Das Warten hat kein Ende

Die Frauen von Volley Toggenburg kassieren auch im sechsten Playout-Spiel eine Niederlage. Beim 0:3 gegen den VBC Cheseaux war nichts zu holen. Cheseaux präsentierte sich zu stabil.

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Volley Toggenburg muss auch nach der sechsten Playout-Runde auf den ersten Sieg warten. (Bild: pd)

Volley Toggenburg muss auch nach der sechsten Playout-Runde auf den ersten Sieg warten. (Bild: pd)

VOLLEYBALL. Nur gerade drei Tage nach dem umkämpften Heimspiel gegen Cheseaux musste Volley Toggenburg den schwierigen Gang ins Waadtland gegen den gleichen Gegner antreten. Cheseaux zeigte sich gegenüber dem Mittwochspiel klar verbessert und konnte mit einem beruhigenden Polster von acht Punkten befreit aufspielen. Vom lautstarken Publikum angetrieben, zeigte Cheseaux keine Schwäche und gewann die Partie klar mit 3:0.

Stabiles Cheseaux

Volley Toggenburg wusste, dass nur mit einem Exploit Punkte beim extrem heimstarken Team erkämpft werden können. Doch von einem Exploit waren die Ostschweizerinnen an diesem Samstagabend weit entfernt. Das lag aber vor allem an den starken Gegnerinnen. Cheseaux spielte unglaublich stabil. Gegenüber dem Mittwoch übernahm die Stamm-Libera Martine Hämmerli wieder ihre Position. Sie organisierte die Verteidigung in beeindruckender Manier und hielt selber die schwierigsten Bälle im Spiel. Toggenburg kam in keiner Phase zu einfachen Punkten. Jeder Teilerfolg musste hart erarbeitet werden. Das kostete enorm viel Energie. Während Cheseaux befreit und locker aufspielte, krampften sich die Ostschweizerinnen von Punkt zu Punkt. Dazu kamen zu viele Eigenfehler, die oft die guten Ansätze im Keime ersticken liessen. So gelangen den Toggenburgerinnen im ersten Satz nur gerade 14 Punkte.

Toggenburg engagiert

Im zweiten Satz traten die St. Gallerinnen etwas mutiger auf. Engagiert konnten in der Folge einige schöne Punkte von Volley Toggenburg bejubelt werden. Doch Cheseaux zeigte sich unbeeindruckt und spielte sich ab der Satzhälfte einen kleinen Vorsprung heraus, der gegen Ende des Satzes stetig anwuchs. Nach 24 Minuten entschied das Heimteam auch den zweiten Durchgang relativ klar für sich. Diesen erneuten Rückschlag konnte Toggenburg nicht so leicht wegstecken. Cheseaux wurde seiner Favoritenrolle absolut gerecht und spielte die Partie sauber mit einer hohen Qualität zu Ende. Toggenburg trat zwar engagiert auf, der nötige Exploit blieb aber klar aus.

Damit stehen die Wattwilerinnen weiter ohne Punkte am Tabellenende und können sich bereits jetzt auf die entscheidende Auf-/Abstiegsrunde vorbereiten. Offen ist, ob sich neben Aadorf noch ein weiteres Team für einen Aufstieg in die NLA interessiert. Man darf aber jetzt schon davon ausgehen, dass es höchstwahrscheinlich zu einem Ostschweizer Duell um den letzten Platz in der höchsten Liga kommen wird. Bevor diese mit Spannung erwarteten Partien kommen, muss aber zuerst noch die Playout-Runde abgeschlossen werden. Hier stehen in den beiden kommenden Wochen noch drei, leider bedeutungslose, Spiele auf dem Programm.

Am Mittwoch ein Heimspiel

Morgen Mittwoch findet um 20.15 Uhr das letzte Heimspiel der Playout-Runde gegen den Cup-Finalisten Volley Düdingen statt. Dann stehen noch die zwei Auswärtsspiele gegen Luzern und Cheseaux an. Für Volley Toggenburg ist die Chance auf einen Punktgewinn immer noch intakt. Mit guten Spielen und weiteren Fortschritten möchte sich das Team so gut als möglich auf das Derby gegen VBC Aadorf vorbereiten. (pd)

Matchprotokoll: VBC Cheseaux – Volley Toggenburg 3:0 (25:14, 25:19, 25:17) Volley Toggenburg: Leslie Betz, Sabina Kleger, Vanya Varbanova, Anja Lutz, Nina Lutz, Miriam Reiser, Nora Terinieri, Marina Schneider, Stephanie Zielinski, Melanie Brogli, Patricia Humbel. Coach: Marcel Erni. VBC Cheseaux: E. Amaral, O. Hämmerli, M. Hämmerli, A. Pierrehumbert, N. Flaviani, L. Mühlemann, C. Masson, M. Pittet, S. Stocker, K. Spring, M. Perrin. Coach: Doris Stierli. Spieldauer: 74 Minuten (27, 24, 23) – Schiedsrichter: José Reyes und Jean-Arthur Loretan 200 Zuschauer.

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