Das Warten hat ein Ende

Am Donnerstag weihte die IG Sport Region Herisau den neuen Mehrzweckpavillon auf dem Ebnet ein. Die Realisierung brauchte drei Anläufe.

Jonas Manser
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Markus Koch (links) und Bruno Eugster in der Verpflegungsecke des neuen Mehrzweckpavillons. (Bild: JM)

Markus Koch (links) und Bruno Eugster in der Verpflegungsecke des neuen Mehrzweckpavillons. (Bild: JM)

Jonas Manser

jonas.manser

@appenzellerzeitung.ch

«Vor 2663 Tagen haben wir bei der Delegiertenversammlung unser Mandat gefasst», sagt Markus Koch, Präsident der IG Sport Herisau. Nun war es endlich so weit: Der Mehrzweckpavillon auf der Sportanlage Ebnet wurde offiziell eröffnet. Am Donnerstagabend versammelten sich rund 25 am Projekt Beteiligte zur Eröffnung des Pavillons. Darunter der Vorstand der IG Sport Herisau, Vertreter der Gemeinde und Sponsoren. Finanziert wurde der Pavillon grösstenteils durch die Gemeinde mit Unterstützung des kantonalen Sportfonds und Stiftungen. Nach einem kleinen Pétanque-Turnier zur Auflockerung richtete Markus Koch einige Worte an das Publikum. Bruno Eugster, ehemaliger Kassierer und Gründungsmitglied der IG Sport, liess die letzten 50 Jahre des Ebnets Revue passieren. «Früher war es einfach nur eine Wiese.» Nach und nach nahm die Sportanlage ihre heutige Form an. Im Jahr 1995 kam die Laufbahn hinzu, später die Tribüne. Aber man sei immer der Meinung gewesen, dass es an einem zusätzlichen Gebäude fehle, so Eugster. Lang hätte man improvisieren müssen.

«Ständig mussten wir vor­übergehend Stände auf- und abbauen. Das hat sehr viel Personal gebraucht», erzählt Eugster. Er bezeichnet das Projekt als «ewige Zangengeburt»: Jahrzehntelang habe der FC Herisau sein Anliegen an die Behörde gebracht – ohne Erfolg. Als dann im 2009 die IG Sport gegründet wurde, machte man den Mitgliedern an der ersten Generalversammlung den Vorschlag, ein Mehrzweckgebäude, welches jeder Sportverein in Herisau benützen könnte, zu bauen. Dem Vorschlag wurde zugestimmt und er wurde danach erneut an die Behörden gebracht. Die 3000 Mitglieder des Vereins im Rücken verliehen dem Antrag scheinbar mehr Gewicht, und er wurde daraufhin von der Gemeinde berücksichtigt. Damit sei das Projekt aber noch nicht erledigt gewesen, so Eugster. Erst nach dem dritten Anlauf habe es dann endlich geklappt. Das erste Projekt habe man fallen gelassen, das zweite sei zu teuer gewesen.

Seinem Namen getreu sei der Pavillon sehr zweckmässig und nur mit dem Nötigsten versehen. «Mit der Fertigstellung des Mehrzweckpavillons ist die Infrastruktur der Sportanlage Ebnet komplett», sagt Eugster. Das Gebäude würde auch noch von den nächsten Generationen genutzt werden können. «Es ist definitiv kein Clubhaus für den Fussballclub», so Eugster. Hauptprofiteure seien zwar die Fussballer, aber jeder Verein in Herisau könne den Pavillon nutzen.

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