Alte Fotos, unbekannte Texte und Karten: «AppenzellDigital» als Tor zu einem vielseitigen Onlineangebot über das Appenzellerland

Das Online-Portal vermittelt den Zugang zu digitalem Wissen über die Region. Initiant der Plattform ist der Verein Appenzeller Hefte.

Jesko Calderara
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Das elektronische Bildarchiv e-pics der ETH-Bibliothek Zürich umfasst mehrere Millionen Fotos. Darunter sind auch historische Aufnahmen der Hundwilertobelbrücke.

Das elektronische Bildarchiv e-pics der ETH-Bibliothek Zürich umfasst mehrere Millionen Fotos. Darunter sind auch historische Aufnahmen der Hundwilertobelbrücke.

Bild: ETH Bibliothek, Bildarchiv

Coronazeit ist Lesezeit. Viele verbringen im Augenblick gezwungenermassen mehr Zeit zu Hause als sonst. Eine gute Gelegenheit zum Lesen, findet der Verein Appenzeller Hefte. Ihm gehören unter anderem der Ingenieur-Geometer Werner Frischknecht, Kulturwissenschaftlerin Theres Inauen und Kantonsbibliothekarin Heidi Eisenhut an. In einer Medienmitteilung wird in diesem Zusammenhang auf «AppenzellDigital» hingewiesen. Das Online-Portal ist ein Tor zu Bildern, Texten, Karten und Tönen, die Wissen über das Appenzellerland vermitteln, das Auge beim Betrachten erfreuen und die Neugierde am Entdecken wecken. Oftmals handelt es sich dabei um verborgene Schätze, die in der Weite der digitalen Welt unerkannt oder Kennern vorenthalten bleiben.

Hier setzt «AppenzellDigital» an, indem es den Zugang zu online verfügbarem appenzellischem Wissen über die Themen Bildung, Wissenschaft, Geografie, Geschichte, Kunst, Architektur, Literatur, Musik, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Recht, Religion, Philosophie, Gesundheit und Brauchtum der Öffentlichkeit zugänglich macht. Das Portal weist auf digitalisierte Druck- und Handschriften, Zeitschriften, Zeitungen, Datenbanken wie Geoinformationssysteme, Inventare, Nachschlagewerke sowie weitere Websites über appenzellische Themen hin. Abgesehen davon stehen alle Hefte der Schriftenreihe «Das Land Appenzell» zum Herunterladen bereit.

Online-Portal ergänzt Heftreihe

«AppenzellDigital» ist keine klassische Suchmaschine. Vielmehr werden unter den Rubriken «Orte», «Personen», «Themen» und «Medien» digitale Angebote nach dem Zufallsprinzip angeordnet und durch eine interdisziplinär zusammengesetzte Begleitgruppe fortlaufend ergänzt. Dadurch sollen die Besucherinnen und Besucher des Portals zum Stöbern eingeladen werden. Jedes digitale Angebot wird in einem Kurztext beschrieben, mit einer Abbildung illustriert und einer Handvoll Kategorien versehen. Ein oder mehrere Links führen aus dem Portal, direkt zur entsprechenden Website, wo das Angebot zu finden ist.

Die Wurzeln des Appenzeller Online-Portals reichen zurück ins Jahr 1963. Damals gründeten Volks- und Heimatkundler einen Verein, um die Heftreihe «Das Land Appenzell» ins Leben zu rufen. Interessierte sollten damit einen Zugang zu appenzellischen Themen erhalten. Bis heute entstanden 33 Hefte – über das Appenzeller Haus, die Appenzeller Volksmusik, Sagen aus dem Appenzellerland, Geologie und Landschaftsgeschichte sowie interessante Persönlichkeiten. Das Heftformat ist handlich, aber limitiert. Das Foto als Quelle blieb weitgehend ungenutzt. Ton, Film und Video kamen nicht vor, bis das Internet die Welt veränderte. Mit dem Portal «AppenzellDigital» kam der Verein 2017 dem Wunsch nach, online verfügbares appenzellische Wissen zu bündeln und so das Heftformat zu ergänzen.

Hinweis

www.appenzelldigital.ch