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«Das Thema Schnittgut wird kontrovers diskutiert. Wir verfolgen die Entwicklung.»

Nachgefragt

Zu den Vorwürfen beantwortet Michael Bolt, Leiter Fahrbahn bei den Appenzeller Bahnen (AB), einige Fragen.

Wissen Sie, um wie viele Quadratmeter Borde es bei den AB geht?

Es sind rund 60000 m2 bei 77 Streckenkilometer der AB. Davon werden 20% manuell und 80% maschinell gemäht.

Geschieht der Unterhalt im Rahmen eines konkreten Auftrags?

Das Bundesamt für Verkehr gibt in Richtlinien vor, wie Grünflächen zu unterhalten sind. Daran halten wir uns.

Den AB wird vorgeworfen, zu früh zu mähen und durch das Mulchen Lebensräume zu zerstören und die Artenvielfalt der Flora zu hemmen. Was sagen Sie dazu?

Das Thema «Schnittgut» wird kontrovers diskutiert. Sowohl das Liegenlassen wie auch das Zusammennehmen haben Vor- und Nachteile. Wir sind hier auch auf die Forschung angewiesen und verfolgen diese Entwicklung. Die Böschungspflege ist vielschichtig und von Faktoren abhängig wie Witterung, Vegetation, Verfügbarkeit von Maschinen, Bauarbeiten entlang der Strecke usw.

Die Bahnen erhalten öffentliche Gelder. Ihre Kritiker finden, dafür seien Sie in der Verantwortung, die Böschungen ökologisch zu pflegen. Wie sehen Sie das?

Die öffentliche Hand unterstützt die AB in der Substanzerhaltung der Anlagen. Aber diese Mittel sind beschränkt.

An anderen Orten in der Schweiz werden Borde vorbildlich gepflegt. Wieso geht es dort?

Das können wir nicht beurteilen. Wir arbeiten mit einem grossen Lieferanten, welcher für sehr viele Schweizer Bahnen die Böschungspflege ausübt.

Andres Scholl von der Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz bietet an, zusammen mit der AB einen Pflegeplan zu erstellen und auch die Umsetzung zu begleiten. Sind die AB daran interessiert?

Wir arbeiten schon mit den kantonalen Forstämtern zusammen. An weiteren Inputs von kantonalen Fachstellen sind wir sehr interessiert. (eg)

Michael Bolt, Leiter Fahrbahn bei den Appenzeller Bahnen, Bild von 2018

Michael Bolt, Leiter Fahrbahn bei den Appenzeller Bahnen, Bild von 2018

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