Das Spitzenjahr übertroffen

Im Gegensatz zum Rest der Schweiz konnte die Ausserrhoder Tourismusbranche 2009 leicht zulegen.

Johannes Wey
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ausserrhoden. Obwohl die Tourismusbranche in Appenzell Ausserrhoden 2009 nur leicht gewachsen ist, war es ein erfolgreiches Jahr: Der Kanton konnte die guten Zahlen des Spitzenjahres 2008 im Gegensatz zum schweizerischen Durchschnitt mehr als bestätigen. Vor 2008 hatte der hiesige Tourismus über Jahre hinweg stagniert.

Publikumsmagnet Dunant-Jahr

Der Erfolg in den letzten beiden Jahren ist laut Sandro Agosti, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus, insbesondere, aber nicht

ausschliesslich auf das Reka-Dorf in Urnäsch mit seinen 50 000 Logiernächten im Jahr zurückzuführen. Ein weiterer Publikumsmagnet war in diesem Jahr nebst den üblichen Verdächtigen wie Alpstein, Schaukäserei oder Museen auch das Dunant-Jahr. «Durch die mediale Präsenz wurden viele Leute angezogen», sagt Agosti. Beliebt seien auch die Erlebnisrundfahrten der Appenzeller Bahnen gewesen.

1,5 Millionen Tagestouristen

Im Jahr 2009 logierten rund 76 600 während gut 218 000 Nächten in Ausserrhoden. Trotzdem bestehe laut Agosti bei der Zimmerauslastung mit 36 Prozent noch Steigerungspotenzial. «Allerdings darf man unsere Region nicht mit der Stadthotellerie vergleichen.» Die Zahl der Übernachtungen sage allerdings wenig über das tatsächliche Touristenaufkommen aus, denn die Zahl der Tagestouristen liege bei rund 1,5 Millionen jährlich. Für 2010 prognostiziert Sandro Agosti eine leichte Verschlechterung.

Wichtiger Wirtschaftszweig

Der Tourismus hat volkswirtschaftlich eine grosse Bedeutung für Ausserrhoden. An die 1500 Personen sind laut Appenzellerland Tourismus direkt und indirekt in der Tourismusbranche beschäftigt. Die Hochsaison für den hiesigen Tourismus dauert von Mai bis Oktober. Deshalb hoffe man stets auf einen frühen Frühling und einen langen Herbst.

«Der Frühling war in diesem Jahr zwar schlecht», sagt Agosti, «aber bei diesem Herbst kann man sich nicht beklagen.»