Baustellenrundgang
Besichtigung des Migros-Neubaus in Herisau: Das «Riesenloch» ist nun gefüllt

Die WandelBar Herisau und die Migros luden vergangenen Samstag zur Besichtigung der Baustelle. Der Andrang war gross: Rund 400 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen.

Lukas Pfiffner
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Rico Zanga, Projektleiter beim Architekturbüro RLC, informiert über den Boden im Erdgeschoss.

Rico Zanga, Projektleiter beim Architekturbüro RLC, informiert über den Boden im Erdgeschoss.

Bild: Lukas Pfiffner

Vom Angestellten der Securityfirma war zu hören: «Zwei dürfen jetzt noch hinein.» Er stand, als er dies sagte, nicht vor einem Nachtclub, sondern in der Baustelle der neuen Herisauer Migros, genau beim Zugang zum Treppenhaus. Die WandelBar Herisau und die Migros Ostschweiz hatten gemeinsam zur Besichtigung unter dem Motto «Hallo Migros» eingeladen. Der Andrang war riesig.

Auf über 400 Personen schätzten die Verantwortlichen die Zahl der Besucherinnen und Besucher, die am Samstagvormittag von der Oberdorfstrasse her die Baustelle betraten und in Gruppen von etwa 15 Leuten durch die Räumlichkeiten geführt wurden. «Eindrücklich», «grosszügig», «interessant», «erstaunlich» lauteten einige erste Einschätzungen.

«Aus Coronaschlaf erwacht»

Im Gangbereich neben dem zukünftigen Restaurant-Standort verpflegten sich die Gäste vor oder nach dem Rundgang bei einem Apéro und nützten in der grössten Baustelle des Dorfs die Gelegenheit zum Austausch. «Schön, dass Sie hier sind. Die WandelBar ist aus dem Coronaschlaf erwacht», freute sich Christoph Würth als Vertreter dieses «Dorf-Stammtischs». Aus den Reihen der Stiftung Dorfbild Herisau war einst eine Gruppe entstanden, die sich der Realisierung der WandelBar widmete: Im Frühling 2015 hatte sie Premiere und dann zahlreiche Auftritte. Nach pandemiebedingtem Unterbruch soll dieser gesellig-informative Samstagmorgen-Anlass zur Regelmässigkeit zurückfinden. «Sie hören wieder von uns», sagte Christoph Würth. Die Gruppe, die sowohl organisatorisch als auch wörtlich (in den auffälligen gelben Shirts) hinter der WandelBar steht, hat sich in den vergangenen Wochen personell leicht verändert.

Langer Weg, nicht einfach

Eine Besuchergruppe nimmt einen Augenschein in der Parkgarage (zweites Untergeschoss).

Eine Besuchergruppe nimmt einen Augenschein in der Parkgarage (zweites Untergeschoss).

Bild: Lukas Pfiffner

Auch Silke Seichter, Baukommunikation Migros Ostschweiz, begrüsste die Besucherinnen und Besucher. «Wir sind stolz. Der Weg war aber lang und nicht immer einfach.» Ashwin Teesink, Projektleiter Baumanagement, dankte der Anwohnerschaft für das Verständnis und der Gemeinde für die Zusammenarbeit. «Mein Dank geht aber vor allem an die Planer und Handwerker, an all die vielen Leute, die den Bau umsetzten und noch umsetzen.» Herisaus Gemeindepräsident Max Eugster bezeichnete die Baustelle als einstiges «Riesenloch», das nun gefüllt worden sei. Er habe ja kürzlich an der Eröffnung der reformieren Kirche teilnehmen dürfen; er freue sich nun, dass «wir nicht nur die Kirche im Dorf haben, sondern auch die Migros oder den Coop». Die Realisierung des Vorhabens sei nicht immer nur «lustig» gewesen, ergänzte der Gemeindepräsident. «Sie stehen jetzt in einem Teil des Ergebnisses der Arbeiten. Es hat grossen Wert, sich für das Dorf einzusetzen. Ich bin selber auch gespannt, wie es im Innern aussieht», meinte Eugster.

Augenmerk auf den Verkehr

Silke Seichter, Baukommunikation Migros Ostschweiz, begrüsst die Gäste.

Silke Seichter, Baukommunikation Migros Ostschweiz, begrüsst die Gäste.

Bild: Lukas Pfiffner

Der Rundgang führte unter anderem ins Erdgeschoss, wo zur Hauptsache die Migros Verkaufsflächen haben wird. «Hier sind wir rund 18 Meter unter der Oberdorfstrasse», erklärte der Führer im zweiten Untergeschoss. «Die Parkgarage ist zu 95 Prozent fertig erstellt.» Treppe hoch, Treppe hinunter, Treppe hoch ging es… zu den Wohnungen, in die Hauptzentrale der Heizung und zu den zukünftigen Verkaufsflächen. «Ab Ende April werden jeden Tag bis zu 400 Leute mit dem Einrichten beschäftig sein», sagte Rico Zanga, Projektleiter beim ausführenden Architekturbüro RLC. «Auf den Verkehr muss dann ein besonderes Augenmerk gerichtet sein, wir sind deshalb im engen Austausch mit der Polizei.»

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