Das Organigramm im Programm

APPENZELLERLAND. Der Lenkungsausschuss bildet den Kopf des neuen Regierungsprogramms 2012 – 2015. Er wird von Kanton und Gemeinde bestückt. Drei Personen funktionieren als Verantwortliche der zwei Programmschwerpunkte.

Bruno Eisenhut
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APPENZELLERLAND. «Es ist wichtig, die Gemeindevertreter in die Überlegungen miteinzubinden», betonte der Ausserrhoder Landammann Hans Diem anlässlich der Präsentation des künftigen Regierungsprogramms. Mit dem neuen Organigramm wurden die Voraussetzungen dazu geschaffen (siehe Grafik). Kanton und Gemeinden sind darin auf oberster Stufe zu finden. Diese beiden Gremien delegieren die Mitglieder in den Lenkungsausschuss.

Projektleitende bestimmt

Bereits bestimmt und im Mandat engagiert sind die projektleitenden Bruno Bottlang (Arealentwicklung) sowie Dölf Biasotto (Bauen und Wohnen). Letzterer ist in Urnäsch wohnhaft und nimmt seit 2009 im Kantonsrat Einsitz. Der 50jährige Bauingenieur ETH kennt sich in der Baubranche aus. Die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Kanton bestand schon im auslaufenden Regierungsprogramm. Regierungsrat Hans Diem betonte, dass bei der Mandatsvergabe grossen Wert auf Vorkenntnisse gelegt wurde. «Wir wollten Personen engagieren, die sich mit dem Kanton befassen und auch gewisse Vorkenntnisse mitbringen.» Diese Anforderungen erfüllt auch Bruno Bottlang. Der Architekt ist Inhaber eines Architekturbüros in St. Gallen. Mit mehreren Ortsplanungsprojekten in Ausserrhoder Gemeinden, unter anderem in Schwellbrunn, setzte er sich schon oftmals mit den Gegebenheiten der ländlichen Gemeinden auseinander. Bottlang wird das Mandat der Projektleitung der Arealentwicklung übernehmen. Als Gesamtprojektleiter setzte die Kantonsregierung Hansruedi Laich ein. Der 48jährige Trogner erlangte als Direktor des Schweizerischen Skiverbandes Bekanntheit. Er stand während vier Jahren an dessen Verbandsspitze. Zudem war Laich von 1998 bis 2006 Mitglied im Kantonsrat und dort auch Teil der Finanzkommission.

Das Trio ist seit kurzem offiziell im Amt und wird die Arbeiten nun im Detail planen und vorantreiben.

Gleichgewicht im Ausschuss

Die vier Regierungsratsmitglieder Landammann Hans Diem, Baudirektor Jakob Brunnschweiler, Volkswirtschaftsministerin Marianne Koller-Bohl und Finanzdirektor Köbi Frei bilden die Kantonsdelegation. Während der Landammann als Leiter Einsitz nimmt, sind der Baudirektor und die Volkswirtschaftsministerin der Themen wegen im Ausschuss vertreten. Das Projekt «Bauen und Wohnen» betrifft vorwiegend das Departement Bau und Umwelt, das andere Thema, «Arealentwicklung», wurzelt im Amt für Volkswirtschaft. Mit sechs Millionen Franken verschlingt das Regierungsprogramm einen beachtlichen Betrag. Der Einsitz des Finanzministers sei deshalb wichtig, so Landammann Hans Diem. Seitens der Gemeinden nehmen vier Delegierte der Gemeindepräsidentenkonferenz im Lenkungsausschuss Einsitz. Namentlich sind dies Paul Signer, Herisau, Max Koch, Wolfhalden, Ingeborg Schmid, Bühler und Ulrich Nef, Schwellbrunn. Letzterer wird seine Funktion, aufgrund seiner Rücktrittsankündigung als Gemeindepräsident, jedoch nicht antreten. Ersatz bestimmt die Gemeindepräsidentenkonferenz.

Ratschreiber Martin Birchler komplettiert zusammen mit Gesamtprojektleiter Hansruedi Laich den Lenkungsausschuss.