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Streit nach dem Fest, Gais im Munipech: Anekdoten zum Nordostschweizerischen Schwingfest

Wenn in rund drei Wochen in Herisau das Nordostschweizerische Schwingfest über die Bühne geht, ist das Appenzellerland nicht erstmals Austragungsort dieses Schwingfestes. Die Geschichten dazu sind mannigfaltig.
Bruno Eisenhut
Im Jahr 1979 wurde das NOS auf dem Herisauer Ebnet ausgetragen. In rund drei Wochen wird an gleicher Stätte erneut durchgeführt.

Im Jahr 1979 wurde das NOS auf dem Herisauer Ebnet ausgetragen. In rund drei Wochen wird an gleicher Stätte erneut durchgeführt.

Fünf Appenzeller Dörfer waren in der bisherigen Geschichte Austragungsort des Nordostschweizerischen Schwingfests. Herisau, Teufen und Gais in Ausserrhoden, Appenzell und Brülisau in Innerrhoden.

Zuschauerrekord zu Beginn

Den Auftakt machte Appenzell im Jahr 1900. Von mehr als 10000 Zuschauern ist in Protokollen zum Fest die Rede. Als Organisatoren bewiesen die Appenzeller ihr Können, nicht aber im Sägemehl. Für die Gastgeber resultieren bei der ersten Austragung auf Appenzeller Boden keine Kränze.

Streit nach dem Fest

Gar zu Streitigkeiten kam es als 1912 Appenzell erneut das Nordostschweizerische Schwingfest ausgetragen hatte. Organisator war damals der Turnverein Appenzell. Nach diesem Anlass wurde Appenzell mit einer «ewigen NOS-Sperre» belegt. Der Grund: Über den Erfolg ihres Festes vergassen die Organisatoren, dem NOS-Verband die zustehende finanzielle Abgabe abzutreten. Dem Vernehmen nach wurde stattdessen eine währschafte Reise für die Organisatoren abgehalten. Wieder gab es für die Appenzeller Schwinger bei dieser Ausgabe keine Kränze zu feiern.

Ende der Erfolglosigkeit

Zum dritten und letzten Mal blieben die Appenzeller Schwinger beim NOS 1920 in Herisau ohne Kranzerfolg. Gleichzeitig war Herisau in diesem Jahr erstmals Austragungsort des Nordostschweizerischen Teilverbandsfest.

Schwingerkönig Nöldi Forrer jubelte bei der letzten NOS-Ausgabe auf Appenzeller Boden im Jahr 2013 in Gais über den Sieg. (Keystone)

Schwingerkönig Nöldi Forrer jubelte bei der letzten NOS-Ausgabe auf Appenzeller Boden im Jahr 2013 in Gais über den Sieg. (Keystone)

Die Sperre wird aufgehoben

Mehr als 40 Jahre waren vergangen, als Appenzell von seiner NOS-Sperre befreit wurde. Im Jahr 1955 war der Innerrhoder Hauptort zum drittenmal Austragungsort des NOS. An diesem Nachmittag mussten die Zuschauer eine stündige Zwangspause erdulden, da orkanartiger Regen den Schwingbetrieb vorübergehend verunmöglichte. 4000 Zuschauer wurden vermeldet, Hans Keller aus Herisau gewann als einziger Appenzeller einen Kranz.

Schubiger mit Premiere

Ernst Schubiger hiess jener Appenzeller Schwinger, der vor heimischem Publikum erstmals einen NOS-Kranz gewinnen konnte. Es geschah dies 1937, als erneut in Herisau dieses Schwingfest durchführte.

Legende Karl Meli als Sieger

Rund 8000 Zuschauer vermeldeten die Organisatoren des NOS 1964 in Appenzell. Gewonnen wurde das Fest vom Dominator Karl Meli. Die Appenzeller hatten drei Kränze zu bejubeln.

Teufen im Wetterpech

Eine Premiere feierte der NOS-Verband 1975. Erstmals wurde dessen Verbandsfest in Teufen ausgetragen. Der Wettergott schien den Teufnern aber schlecht gesinnt. Zweimal musste das Fest verschoben werden, ehe es abgehalten werden konnte. Seinen ersten NOS-Kranz erkämpfte sich der spätere Schwingerkönig Ernst Schläpfer.

Schläpfer mit Heimsieg

Gar als Sieger verliess selbiger Ernst Schläpfer vier Jahre später, 1979, das NOS in Herisau. Als Organisator nutzte der Schwingklub Herisau erstmals die Infrastruktur auf dem Ebnet. Nebst dem Siegermuni gingen weitere vier Kränze an Appenzeller Schwinger. OK-Präsident war Hans Mettler.

Kraftakt vor dem Fest

Bisher letztmals war Appenzell 1987 Austragungsort des NOS-Schwingfests. Da es in der Vorwoche lange Zeit regnete, mussten 45 Tonnen Material auf dem Buckel der Schwinger auf das Areal getragen werden. Am Sonntag gab es dann aber den Lohn. Bei sonnigem Wetter wohnen rund 5000 Zuschauer dem Schwingfest bei. Als OK-Präsident amtierte Sepp Breitenmoser, wieder gewann Ernst Schläpfer das Heimfest. Sechs weitere Kränze gab es zu feiern.

Wenig Zuschauer im Jahr 1992

Die bisher letzte Ausgabe eines NOS in Herisau stand 1992 unter schwierigen Vorzeichen. Erneut war Hans Mettler OK-Präsident. Die damalige Verbandsregelung, dass im Eidgenössischen Jahr keine Gästeschwinger antreten dürfen, drückte auf das Zuschauerinteresse. Sieger wurde der Schaffhauser Armin Thomi, fünf Kranzexemplare resultierten für die Appenzeller Schwinger.

Grosses Fest im kleinen Dorf

Einen Hosenlupf hatten nicht nur die Schwinger 2003 zu absolvieren. In Brülisau organisierten 15 Vereine unter Leitung von OK-Präsident Sepp Breitenmoser den Grossanlass. Sieger wurde Nöldi Forrer, vier Kränze gab es für die Appenzeller.

Gais im Munipech

Bisher letztmals ein NOS auf Appenzeller Boden wurde im Jahr 2013 in Gais ausgetragen. Als Trägerverein organisierte Schwingklub Gais das Schwingfest unter der Leitung von OK-Präsident Ueli Fitzi. Der Siegermuni musste kurz vor dem Fest ausgetauscht werden, da sich dieser verletzt hatte. Sieger wurde Nödli Forrer.

Hinweis

Das Nordostschweizerische Schwingfest findet am Sonntag, 24. Juni, statt. Am Vorabend wird ein Jodlerabend ausgetragen. www.nos2018.ch

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