«Das Mobilfunknetz wird optimiert»

Auf einer Zugfahrt zwischen Wattwil und Degersheim bemerkte eine Mitarbeiterin dieser Zeitung kürzlich Schwierigkeiten mit der Internetverbindung via Handy (Ausgabe vom Mittwoch). Die Swisscom ist sich dessen bewusst, wie eine Nachfrage bei MediensprecherArmin Schädelizeigt. Um das Problem zu beheben, wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen.

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Hier ist es einfacher: Im Gegensatz zur Strecke von Wattwil nach Degersheim traten auf dem Abschnitt von Wattwil nach Wil kaum Probleme mit der mobilen Internetnutzung auf. (Bild: Carmina Wälti)

Hier ist es einfacher: Im Gegensatz zur Strecke von Wattwil nach Degersheim traten auf dem Abschnitt von Wattwil nach Wil kaum Probleme mit der mobilen Internetnutzung auf. (Bild: Carmina Wälti)

Herr Schädeli, sind der Swisscom die Verbindungsprobleme zwischen Wattwil und Degersheim bekannt?

Ja. Wir sind diesbezüglich mit der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) im Dialog.

Was wird gegen die Funklöcher unternommen?

Es wurde das Pilotprojekt namens «Leaky Feeder Corridor» zwischen den Bahnhöfen Degersheim und Brunnadern-Neckertal initiiert. Es handelt sich hierbei um ein gemeinsames Vorhaben von Südostbahn und Swisscom. Das Projekt soll das Mobilfunknetz für die Bahnsicherheit optimieren und gleichzeitig für die Kundinnen und Kunden verbessern.

Aus welchem Grund gibt es an diesen Stellen noch keine gute Verbindung?

Dies ist so, weil das Gebiet mit den bestehenden Mobilfunkantennen nicht vollumfänglich abgedeckt werden kann. Zudem gibt es viele Tunnels auf dieser Strecke, die noch nicht entsprechend versorgt sind. Generell gilt für die Mobilfunkversorgung im Zug auch Folgendes: Ein Zugwagen ist wie ein Faraday’scher Käfig, also eine allseitig geschlossene Hülle, die als elektrische Abschirmung dient. Im Mobilfunk wird die Kapazität unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgeteilt. Ist der Wagen voll besetzt mit Passagieren, die alle gleichzeitig online sein wollen, bleibt für jeden Einzelnen nur ein kleiner Teil der Kapazität übrig.

Sind Ihnen weitere grosse Funklöcher im Toggenburg bekannt?

Die detaillierte Netzabdeckungskarte kann im Internet eingesehen werden. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Swisscom baut ihr Netz kontinuierlich aus. Sie deckt derzeit mit 4G/LTE, 3G und 2G bereits 99 Prozent der Bevölkerung ab.

Wie sieht eigentlich die Abdeckung der Region Toggenburg bei anderen Netzanbietern aus?

Zu unseren Mitbewerbern in diesem Gebiet können wir keine Angaben machen. (caw)