Das Leben ist Klang: Schritte auf dem Klangweg und mehr

Zwischen der Alp Selamatt und dem Oberdorf ob Wildhaus schlängelt sich der Klangweg über Alpen und durch Wälder. Die Klangwelt Toggenburg bietet aber noch viel mehr.

Guido Berlinger-Bolt
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Toggenburg. Mitten im Wald steht ein Eisengerüst, daran hängen an Ketten Kuh- und Geissenschellen. Den Blick in die Baumwipfel gerichtet, lauschen wir den verschiedenen Tonlagen der Schellen. Eine der 22 Stationen auf dem Panoramaweg. Bei der vielleicht eindrücklichsten, der «Klangmühle», handelt es sich schon fast um eine Kunstinstallation: Eine stehende mannshohe Trommel, mit Saiten bespannt, dreht sich, ein Bassgeigenbogen erzeugt meditative Töne und Obertöne.

Ruhe durch Schwingungen

Einzigartige Klangerlebnisse, die Herz, Seele und Verstand ansprechen – die Gäste sollen über Schwingungen von Klängen zur Ruhe kommen und daraus Inspiration für den Alltag schöpfen, das sind die Ziele, welche sich die Initiatoren der Klangwelt gesetzt haben. Zu diesem Ziel führen viele Weg: Viel Beachtung hat die Klangwelt Toggenburg mit dem Projekt des Klanghauses am Schwendisee erhalten. Nach einigen politischen Wirrungen scheint es nun vorwärts zu gehen.

Eine zweite Säule der Klangwelt sind die verschiedenen Festivals: Saitenwind, Rockbrett und vor allem Naturstimmen. Allen drei Konzertreihen ist das Experiment eingeschrieben. Insbesondere das im Zweijahresrhythmus stattfindende Klangfestival Naturstimmen schlägt Brücken in ferne Länder – etwa nach Südafrika, Tibet, Russland, Iran, Serbien, Norwegen, Nagaland-Indien, Korsika.

Die Klangwelt Toggenburg vermittelt daneben Naturjodelmelodien und Lieder aus der Alpsteinkultur; im Klang der Schellen und beim Talerschwingen entdecken Festivalbesucherinnen und -besucher darüber hinaus die Welt der Naturtöne und sie bekommen eine Ahnung von der weltumspannenden Bedeutung der Obertonreihe. Die Konzerte werden jeweils von Workshops begleitet.

Allerdings: Das letzte Klangfestival Naturstimmen fand eben erst statt; wen wir jetzt gluschtig gemacht haben, muss also etwas Geduld aufbringen.

Eigene Erfahrungen machen

Wer keine zwei Jahre warten mag, dem seien die Klangkurse empfohlen. Eigens ausgebildete Klangbegleiterinnen und -begleiter führen Interessierte in den Naturjodel, in den Obertongesang oder in neuartige Musikinstrumente ein. Ein neuer Trieb, den die Klangwelt Toggenburg trieb, ist der Bereich Klangwellness.

Zusammen mit den Toggenburger Touristikern wurden in den vergangenen Monaten neue Angebote zur Erholung und Entspannung mit Klang geschaffen.

www.klangwelt.ch

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