Das Landei auf dem Laufsteg

MOGELSBERG. Nachdem Alina Binder in den letzten Jahren stets die Wahl zur Miss Ostschweiz mitverfolgt hat, steht sie diesmal selber vor der Jury.

Fanny Urech
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Alina Binder verfolgt schon lange die Wahlen zur Miss Ostschweiz. (Bild: Fanny Urech)

Alina Binder verfolgt schon lange die Wahlen zur Miss Ostschweiz. (Bild: Fanny Urech)

Den Reiz, sich zu bewerben, verspürt Alina Binder schon lange. Nun ist es geschehen: Sie durfte zum Casting für die Wahl zur Miss Ostschweiz 2015. Dass sie sogar für den Recall nominiert wurde, freut die Toggenburgerin.

Endlich selber vor der Jury

Die Wahlen hat sie schon lange mitverfolgt, genauso wie das jeweilige Amtsjahr der aktuellen Miss Ostschweiz. Nun steht sie an derselben Stelle – zwar noch nicht Miss Ostschweiz, aber bereit für den ersten Recall am Samstag. «Ich habe schon oft mit meiner Mutter darüber gesprochen, wie es wäre, wenn ich mich anmelden würde», sagt die Miss- Ostschweiz-Anwärterin. Ihre Mutter war es dann auch, die sie für die Wahl anmeldete. «Erfahren habe ich das erst zwei Tage bevor die Einladung zum Casting kam.» Sie habe sich schon öfters gedacht: «Warum auch nicht?» Ihre Mutter gab ihr die Chance, es wirklich zu machen.

Für Mode interessiert sich die 21-Jährige schon länger. «Ich versuche, mich immer modisch zu kleiden», sagt Alina Binder. Das sei auch wichtig in ihrem Job. Zurzeit arbeitet sie in einem Sportgeschäft in St.Gallen als Detailhandelsfachfrau. «Im Verkauf ist es wichtig, dass man gut gekleidet ist. Da kommt es auch darauf an, wie man sich präsentiert.»

«Mehr Sneakers als High Heels»

Was am Casting auf sie zukommt, wusste die junge Frau nicht genau. «Ich habe mich auf mögliche Fragen vorbereitet und ausprobiert, welche Kleider ich am besten mitnehme», sagt die gebürtige Mogelsbergerin, die sich selber stolz als «Landei» bezeichnet. Mehr wusste sie nicht zu tun. «Wir sind ja auch an der Wahl, um zu lernen.» Der erste Moment auf dem Laufsteg sei ihr ein bisschen unangenehm gewesen, «vor allem der Auftritt im Bikini». Das Gefühl verflog aber sehr bald wieder. «Meine Mitbewerberinnen sind sehr nett, und auch die Jury war freundlich», sagt die Sportartikelverkäuferin. «Wenn man von einer Miss-Wahl hört, denkt man meistens an eingebildete Frauen und Zickenkrieg. Bis jetzt ist es aber überhaupt nicht so.» Erfahrungen bei einem Casting oder als Model hat Alina Binder bisher noch keine. «Ich besitze mehr Sneakers als High Heels», sagt sie lachend. Auf der Bühne stand sie im letzten halben Jahr trotzdem sehr häufig. «Ich arbeitete in einem Hotel in Mallorca als Animateurin.» Deshalb sei sie es auch gewohnt gewesen, die Aufmerksamkeit aller Leute im Saal zu haben.

Ehrgeiz wurde geweckt

In ihrer Freizeit ist Alina Binder sehr aktiv. Sie ist Mitglied im Turnverein St.Peterzell, spielt bei den Wilket-Guggern mit, der Guggenmusik von Mogelsberg, und trifft sich mit ihren Freunden. Bei der Wahl unterstützen sie alle so gut wie möglich. Einen Sieg fände die Turnerin toll. «Auf jeden Fall möchte ich zu den Finalistinnen gehören.» Um die Ostschweiz zu repräsentieren, fühlt sie sich ebenfalls bereit. «Ich bin eine einfache, aufgestellte, aber bodenständige Person.» Manchmal malt sich die junge Bewerberin schon aus, wie es wäre, die Wahl zu gewinnen. «Ich würde mich auf das Amtsjahr freuen. Das würde mir neue Herausforderungen und Erfahrungen bringen.» Wie es aber ausgeht, könne sie nicht abschätzen. «Das kommt darauf an, wie viele Stimmen ich beim SMS-Voting erhalte und wie die Jury mich sieht», sagt Alina Binder. «Wenn sie auch wollen, dass ich gewinne, dann freue ich mich natürlich», sagt sie lächelnd.

Auf den Recall freut sich die Toggenburgerin bereits. «Nervös bin ich noch nicht, aber ich werde es bestimmt noch», sagt die Mogelsbergerin. Ihr Ehrgeiz wurde inzwischen aber auf jeden Fall geweckt.

Wer Alina Binder für die Wahl seine Stimme geben will, kann ein SMS schreiben an die Nummer 919 (Fr. 0.90/SMS) mit: mo02.

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