Das Kreuz mit dem Drahtesel

Das Jahresende ist die Zeit des Mosnanger Radballgrümpelis. Viele waren zum ersten Mal dabei und taten sich mit dem ungewohnten Zweirad manchmal etwas schwer. Grossen Spass hatten trotzdem alle.

Text und Bilder: Beat Lanzendorfer
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Für U23-Bike-Weltmeisterin Ramona Forchini war das Spiel mit Ball und Rad keine leichte Übung.

Für U23-Bike-Weltmeisterin Ramona Forchini war das Spiel mit Ball und Rad keine leichte Übung.

Jürg Stadelmann, unser etwas schräger Trainer, meldet uns grundsätzlich fast überall an, wo ein Ball im Spiel ist. Ich bin zum ersten Mal dabei. Das Grümpeli hier trägt zur Teambildung bei und ist einfach ein gemütlicher Anlass, an dem auch wir Fussballer den Plausch haben. Nicht umsonst stehen rund 20 Fussballermannschaften aus Ebnat-Kappel, Wattwil und Bütschwil im Einsatz.

Wir möchten unseren Kollegen und Freunden oder ganzen Familien die Sportart näherbringen. Beim Radballgrümpeli sollen auch Menschen mitmachen, die während des Jahres einem anderen Hobby nachgehen. Mit 203 teilnehmenden Teams sind unsere Bemühungen erneut belohnt worden.

Ich bin nun seit vier Jahren OK-Präsident. Wenn ich sehe, wie gut unser Anlass ankommt, macht einem der Arbeitsaufwand zwischen den Festtagen auch nichts mehr aus.

Im letzten Jahr feierte ich Premiere am Radballgrümpeli. Ich wurde mit meinem Partner Beat Anderegg bei den Anfängern Zweite. Dies hatte zur Folge, dass wir in diesem Jahr in der Kategorie Fortgeschrittene starten mussten. So richtig fortgeschritten fühle ich mich aber noch nicht. Als Mitglied des RMV Mosnang ist es aber Ehrensache, dabei zu sein. Eines aber habe ich festgestellt: Radball braucht sehr viel Kraft, von aussen sieht es viel einfacher aus, als es auf dem Parkett dann effektiv ist.

Ich bin seit 20 Jahren beim Radballgrümpeli dabei und geniesse die fussballlose Zeit im Oberstufenzentrum gerne mit Kollegen. Für mich ist das Mitmachen reiner Plausch.

Auch nach so langer Zeit habe ich das Zweirad noch immer nicht richtig im Griff. Daher bin ich froh, wenn ich im neuen Jahr wieder zu meinen Jungs auf den Fussballplatz zurückkehren kann. Ich bin nun schon 22 Jahren Juniorentrainer und die Freude ist mir noch nicht abhanden gekommen.

Das Radballgrümpeli ist eine wichtige Einnahmequelle des Vereins. Ich finde es genial, dass sich Jahr für Jahr Menschen von ausserhalb des Radballgeschehens anmelden. Die grosse Beteiligung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wie immer hat es auch viele Besucher, welche die Spiele und das Zusammensein einfach geniessen. Ich selber kann leider seit meinem gebrochenen Handgelenk nicht mehr selber mitmachen. Das ist aber kein Problem, so kann ich mich ganz auf den Job des Festwirts konzentrieren. Dort bin ich froh, wenn dann sehr viel Arbeit ansteht. Im Übrigen bin ich ja noch als Schiedsrichter sowie als Juniorentrainer für den Verein unterwegs. So wird es mir auch in Zukunft nicht langweilig.

Meine langjährige Erfahrung als Goalie beim FC Bütschwil nützt hier leider nicht sehr viel. Spass macht es trotzdem, sonst wäre ich nicht schon zum sechsten Mal dabei. Wir unterstützen auch noch andere Vereine.

So war ich letzte Woche mit meinen Kollegen beim Unihockeyturnier in Nesslau. Ich habe zusammen mit Hansueli Gerig, Marco Hollenstein, Peter Gallego, Steven Furrer, Bruno Widmer und Nezir Sahman in der Kategorie Plausch den Final gegen die Jungs vom FC Ebnat-Kappel gewonnen. Klar, war das eine besondere Genugtuung. Nezir Sahman glänzte dabei als Elfmetertöter und brachte die Gegner mehrfach an den Rand der Verzweiflung.

Es ist doch super, wenn etwas im Dorf läuft. Ich bin nun seit vier Jahren im Vorstand des RMV Mosnang und fühle mich wohl unter den Kollegen. Beim Grümpeli komme ich als Helferin zum Zug und starte noch in der Kategorie Damenplausch. Und weil ich im Vorstand für die Events zuständig bin, gehört die Unterhaltung am Finaltag zu meinem Ressort.

Als Mechaniker von Swiss Cycling und dort zuständig für die Radball-Nati bin ich hier am richtigen Ort. Ich weiss, wie schwierig die Handhabung mit dem Radballvelo ist. Es macht aber Spass, gegen Kollegen zu spielen. Etwas schade finde ich, dass meine Partnerin Ramona Forchini eine der wenigen Frauen ist, die mitmachen. Wäre doch schön, wenn sich das Verhältnis in Zukunft etwas ausgleichen würde.

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

Bild: Beat Anderegg, 37 Ehemaliger Elitefahrer

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