Das kleine Wunderlicht

Bald schon könnten Leuchtdioden die bewährte Glühbirne ablösen. Die Herisauer Fluora Leuchten AG prämiert kreative LED-Lampen von Studentinnen der Hochschule Konstanz.

Michael Genova
Drucken
Teilen
Die Studentin Anna Euchner landete mit ihrer Pendelleuchte «Quadrat-Licht» auf dem zweiten Platz. (Bild: mge)

Die Studentin Anna Euchner landete mit ihrer Pendelleuchte «Quadrat-Licht» auf dem zweiten Platz. (Bild: mge)

HERISAU. Sie gelten als Lichtquelle der Zukunft. Sogenannte LED-Leuchtmittel sind energieeffizient, langlebig und dank ihrer Grösse auf kreative Art einsetzbar. Auch bei der Herisauer Firma Fluora Leuchten AG werden sie immer wichtiger. Das Unternehmen hat deshalb im Frühjahr 2013 zusammen mit der Hochschule Konstanz unter dem Titel «Pendelleuchte» einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Gestern haben sechs Master-Studenten des Wahlfachs Lichtdesign bei Fluora in Herisau ihre Arbeiten präsentiert.

Abstrakter Start

Ausgangspunkt für alle Teilnehmer war eine LED-Platine und ein dazugehöriger Konverter. Aus diesen beiden Elementen sollten die Studentinnen und Studenten eine Pendelleuchte entwerfen. «Für die Studenten war es schwierig, sich etwas vorzustellen, wir wollten die Kreativität jedoch möglichst wenig einschränken», sagt Wendelin Egger, Produktionsleiter bei der Fluora und Mitglied der Jury. Auch Professorin Myriam Gautschi bestätigt, dass sich ihre Studierenden der Aufgabe erst annähern mussten. «Dieses LED-Teilchen ist erst nichtssagend und für die Wirtschaft doch so wichtig.» In mehreren Sitzungen besprachen die Studierenden mit der Jury ihre Zwischenergebnisse. Anna Euchner gewann mit ihrem «Quadrat-Licht» den zweiten Preis. Auf die Form des Quadrats sei sie schnell gekommen. Aber auch sie musste sich mit der LED-Technik erst anfreunden. In ihre Lampe hat sie vier LED-Module eingebaut, die das Licht in drei Richtungen abgeben.

Den Raum formen

Den ersten Preis gewann Franziska Schall mit ihrer Lampe «Pure», sie konnte den Preis jedoch nicht persönlich entgegennehmen. Den dritten Platz belegte Kilian Basfeld mit der Pendelleuchte «Splice». Für Jurymitglied Mario Rechsteiner prägt Licht einen Raum: «Die prämierten Leuchten bespielen den Raum, sie formen ihn.»

Aktuelle Nachrichten