Das kleine Gespenst in Schwarz

Die Pfadis Yberg und Wildmannli waren im Herbstlager. Zum Glück ist es wieder Herbst. Das bedeutet für die Wölfli der Abteilungen Yberg und Wildmannli nur eines: Hela! Dieses Jahr zogen wir nach Pfäffikon ZH.

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Die Pfadis Yberg und Wildmannli waren im Herbstlager.

Zum Glück ist es wieder Herbst. Das bedeutet für die Wölfli der Abteilungen Yberg und Wildmannli nur eines: Hela! Dieses Jahr zogen wir nach Pfäffikon ZH. Im Gepäck hatten alle eine gespenstische Verkleidung. Es versprach gruslig zu werden.

Und tatsächlich wurden wir schon am ersten Abend am Lagerfeuer vom kleinen Gespenst erschreckt. Das heisst, wirklich erschrocken ist niemand, aber der kleine, weisse Luftibus begrüsste uns herzlich in seinem Zuhause und war uns sofort sympathisch. Wirklich unheimlich wurde es an diesem Abend nur für die Täuflinge, die sich alle tapfer den Aufgaben stellten. Am nächsten Mittag war das Erstaunen gross, als plötzlich das kleine Gespenst ganz in schwarz im Speisesaal auftauchte. Selbst verblüfft über sein Aussehen und die ungewöhnliche Zeit, aber voller Freude flog es uns voraus in die Stadt. Während wir einen Foto-OL machten, muss das kleine Gespenst allerlei Unfug getrieben haben, denn am nächsten Tag wurde es von der Polizei gesucht. Sogar ein Geisterjäger kam zu uns ins Lagerhaus, um es zu fangen. Zum Glück gelang es ihm nicht. Als wir vom Baden zurückkamen, hatte uns das kleine Gespenst eine Nachricht hinterlassen: Wir sollen ihm doch bitte helfen und den weisen Herrn Uhu Schuhu rufen. Tatsächlich tauchte am Waldrand ein grosser Uhu auf und erklärte uns, dass wir die Rathausuhr um 12 Stunden drehen müssten, damit das kleine Gespenst wieder in der Nacht erwache. Mutig und entschlossen erkämpften wir uns in einem nächtlichen Geländespiel die fehlenden Stunden. Am nächsten Morgen, aber unbedingt vor dem Mittag, mussten wir nur noch richtig an der Uhr drehen und hoffen, dass das kleine Gespenst wieder zum Nachtgespenst werde. Unsere Anstrengungen hatten sich gelohnt. Als die Sonne unterging, brachte uns Uhu Schuhu das weisse kleine Gespenst zurück. Zusammen verbrachten wir ein gemütliches Geisterbankett und gaben unserem kaum Furcht einflössenden Freund ein paar Tips, wie er die Leute besser erschrecken könnte. Überglücklich verabschiedete sich schliesslich das kleine Gespenst und wir krochen ein letztes Mal in unsere Betten. Alles Gute, kleines Gespenst, und pass auf dich auf. Bis zum nächsten Mal.

Selina Wiederkehr v/o Malva

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