Das Holz immer wieder fördern

NESSLAU. Die Mitgliederversammlung der IG Holz Toggenburg startete mit einem Rundgang durch das neue Gemeindehaus in Nesslau. Die Traktandenliste konnte danach im «Sternen» speditiv abgehandelt werden. Die Mitglieder erfuhren Neues über aktuelle Projekte.

Martina Signer
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Adrian Scherrer (links) und Christof Gantner mit einer Rohfassung des Kinderbuchs, das auf der Homepage bestellt werden kann. (Bild: Martina Signer)

Adrian Scherrer (links) und Christof Gantner mit einer Rohfassung des Kinderbuchs, das auf der Homepage bestellt werden kann. (Bild: Martina Signer)

Ein Neubau, der zu über 80 Prozent aus Holz besteht, ist ganz nach dem Geschmack der «Hölzigen», die sich am Donnerstag in Nesslau trafen. Deshalb lag es nahe, das neue Gemeindehaus, das ebendiese Prozentzahl an verwendetem Holz aufweist, zu besichtigen. Dies fand vor einer zügig durchgeführten Mitgliederversammlung statt. Die IG Holz Toggenburg setzt sich immer wieder dafür ein, dass Neubauten in der Region aus einheimischem Holz gebaut werden. Dies kam auch zum Ende der Versammlung zur Sprache, womit sich der Kreis wieder schloss.

Kinderbuch: «Auf dem Holzweg»

Der Kreis schliesst sich auch bald in Sachen Kinderbuch. Die IG Holz hat zusammen mit Bilderbuchzeichnerin Fanny Hartmann, der Kindergärtnerin Susan Edthofer und dem Layouter Stefan Edthofer ein Buch zum Thema Holzkette herausgebracht. Respektive es wird noch herausgegeben, denn zurzeit gilt es, einige Details abzuschliessen. So soll unter anderem der Text so verfasst werden, dass ihn auch Laien verstehen. «Wir wollen die Holzkette Jung und Alt verständlich machen», sagt Christof Gantner, Initiant des Kinderbuchs, das den Namen «Auf dem Holzweg» trägt. Wenn alles gut läuft, findet im März die Vernissage statt. Die Vorfreude ist gross, sind doch bereits ohne jede Werbung über 100 Vorbestellungen für das Buch eingegangen, das auf der Homepage www.igholztoggenburg.ch bestellt werden kann.

Baumwipfelpfad läuft weiter

Nebst den üblichen Traktanden wie Jahresrechnung oder Mutationen erfuhren die anwesenden Mitglieder der IG Holz Toggenburg auch den Stand der Dinge in Sachen Baumwipfelpfad. Federführend ist der ehemalige Präsident Adolf Fäh aus dem Neckertal, wo das Projekt auch gebaut werden soll. Derzeit ist man bei diesem Projekt daran, Sponsorenmappen auszuarbeiten. Denn ohne Sponsoren lässt sich das 3,5-Millionen-Projekt nicht umsetzen. Im Frühjahr soll eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt werden. Laut Adolf Fäh wird sich im Laufe des nächsten Jahres zeigen, ob das Projekt umgesetzt werden kann oder allenfalls zu wenig Geld zusammengebracht wird. Ebenfalls im Kernteam des Baumwipfelpfads ist Fritz Rutz aus Bazenheid. Er ergänzte, dass sie sich immer wieder mit der Frage konfrontiert sähen, was ein Baumwipfelpfad denn bringe. «Wir müssen die Leute hierher holen, damit sie unsere schöne Landschaft erleben können.» Dabei bleibe auch für den regionalen Tourismus etwas hängen.

Neubauten unbedingt aus Holz

In der allgemeinen Umfrage wurde deutlich, womit die Mitglieder der IG Holz Toggenburg immer wieder zu kämpfen haben. Denn obwohl die Akzeptanz für den Baustoff Holz laut Präsident Adrian Scherrer derzeit gegeben ist, werden auch immer wieder viele Betonbauten erstellt. In der Diskussion wurde angeregt, dass man sich persönlich dafür einsetzen soll, den Baustoff Holz bei Projekten im Toggenburg so schnell wie möglich ins Gespräch zu bringen. So zum Beispiel bei der Erweiterung des Altersheims Hofwis in Mosnang oder beim Bau der Mehrzweckhalle in Kirchberg. Alle waren sich einig: «Wir müssen da unbedingt dran bleiben.»