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Das Herz als Motor des Menschen

Jährlich besuchen 400 bis 500 ehemalige Patienten der Klinik Gais ein Seminar zum Thema Herz. Am diesjährigen Weiterbildungstag von Chefarzt Artur Bernardo wurden auch Rückfälle thematisiert.
Esther Ferrari
Auch gesunde Ernährung ist gut fürs Herz. (Bild: ef)

Auch gesunde Ernährung ist gut fürs Herz. (Bild: ef)

GAIS. Der Herzinfarkt ist Todesursache Nummer eins. Doch was braucht ein Herz, um gesund zu bleiben? Was sind Risikofaktoren? Sind Herzerkrankungen genetisch bedingt? Was braucht ein Herz, wenn eine Panne auftritt? Ist die regelmässige Einnahme von Medikamenten nach Herzoperationen unerlässlich? Zwei Gastdozenten der Herzklinik Hirslanden, der Kardiologe Christophe Wyss und der Herzchirurg Robert von Wattenwyl, informierten in der Klinik Gais zu Herzkatheter, Stent, Bypass- und Herzklappenoperationen.

Aufklärung zum Herzen

Anhand von Filmaufnahmen wurde der Mensch analog einem Auto gezeigt. Eine Herzinsuffizienz sei wie eine Pumpschwäche, verstopfte Koronargefässe ähnlich einer verstopften Benzinleitung. Der Unterschied: Ersatzteile für Autos sind leichter zu haben. Trotzdem gebe es viele Möglichkeiten, den Erkrankten mit Operationen und Medikamenten zu helfen. Auch Reoperationen hätten heutzutage eine gute Prognose. Einer von fünf Patienten erlebt innerhalb von drei Jahren erneut einen Herzinfarkt. Die Gründe dafür seien verschieden. Beispiel: Arteriosklerose oder hohe Cholesterinwerte. Auch das Alter und die Vererbbarkeit in der Familie spielten eine Rolle. Ein Herzinfarkt oder eine Wiedererkrankung sei für die Betroffenen purer Stress. Das Herz stehe im Mittelpunkt, es habe mit dem ganzen Menschen zu tun. Die Kardio-Psychologin der Klinik Gais, Annemarie Kooreman-Fitze, rät, sich Luft zu verschaffen durch Fluchen, Ausrufen oder Weinen. Dies seien Bewältigungsstrategien, sie bauen Spannung ab. Eine erneute Erkrankung konfrontiere den Menschen mit der eigenen Sterblichkeit. Man solle Bilanz ziehen, sich mit dem Leben versöhnen und dann den Sinn des Lebens weitersuchen. Die Ängste nicht mit Alkohol verdrängen, sich auf die fünf Sinne konzentrieren, bewusst den Atem spüren, vielleicht Abschied nehmen vom Leistungsdenken. Zwischen den Vorträgen wurden die Gäste von den Klinik-Therapeuten zu den obligaten Lockerungsübungen aufgeboten. Über vernünftige Ernährung informierte Oliver Schlatter, diplomierter Ernährungsberater.

Lebensstil mit Einfluss

Der Lebensstil des Menschen hat einen grossen Einfluss auf seine Gesundheit. Wichtige Elemente dazu sind: nicht rauchen, sich bewegen, eine gesunde Ernährung, auf kleine Pausen im Alltag achten. Die konsequente Medikamenteneinnahme nach einer Herzoperation sei unerlässlich, auch wenn Blutverdünner blaue Flecken an der Haut hervorrufen. Es ist das kleinere Übel. Das neugeschenkte Leben ist wichtiger.

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