Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Das Herisauer Bahnhofprojekt erhält ein Gesicht: Politiker machen sich stark für ein «modernes Eingangstor zum Appenzellerland»

Das Komitee «Pro Bahnhof Herisau» steigt mit dem Slogan «Mer wönd!» in den Abstimmungskampf ein. An der Front engagieren sich Politiker aus verschiedenen Lagern.
Karin Erni
Christian Oertle, Hans Hagmann, Mathias Steinhauer, Marco Sessa und Peter Federer vom Komitee «Pro Bahnhof Herisau». (Bild: Karin Erni)

Christian Oertle, Hans Hagmann, Mathias Steinhauer, Marco Sessa und Peter Federer vom Komitee «Pro Bahnhof Herisau». (Bild: Karin Erni)

In Herisau präsentierte sich gestern das neu gegründete Komitee «Pro Bahnhof Herisau» der Öffentlichkeit. Sein Ziel ist, im Vorfeld der anstehenden Abstimmungen den Nutzen des Bahnhofprojekts bürgernah aufzuzeigen. An der Front engagieren sich Politiker aus verschiedenen Lagern. Am Anlass stellten sich die Kantonsräte Christian Oertle und Mathias Steinhauer sowie die Herisauer Einwohnerräte, Hans Hagmann und Peter Federer den Medien. Hinter ihnen stünden über 60 Bürger, die bereit seien, mit ihrem Namen für das Bahnhofprojekt hinzustehen, sagte Christian Oertle.

«Es geht dem breit abgestützten Komitee nicht um Politik, sondern um die Zukunft von Herisau.»

Anhand eines Rundgangs über das Bahnhofsgelände zeigten die Komiteemitglieder die neuralgischen Punkte auf. Es sind dies unter anderem die nicht durchgängig behindertengerechte Unterführung, der unübersichtliche und enge Busbahnhof, der viel zu kleine Kreisel oder die fehlenden Umschlagsflächen für die Lieferanten der Läden.

Lange Geschichte soll gutes Ende finden

Mathias Steinhauer rollte noch einmal die Entstehungsgeschichte des Generationenprojekts auf, die vor 14 Jahren ihren Anfang genommen hatte. In dieser Zeit passierte das Projekt zahlreiche Instanzen und wurde immer wieder angepasst. «Es ist eine komplexe Situation, das brauchte sehr viel Zeit.» Als letzte Station ging die Vorlage durch den Kantonsrat, der sie einstimmig befürwortet hat.

Lokomotivführer Christian Oertle erläuterte die Bahnhofssituation aus seiner beruflichen Warte: «Während der Rushhour herrschen hier katastrophale Zustände, weil die Busse im Personenbereich halten.» Die Situation drohe sich noch zu verschlimmern, da das Personenaufkommen im öffentlichen Verkehr in den nächsten Jahren grösser werde. Das Projekt hat seiner Meinung nach keine negativen Aspekte. «Das einzig Negative wäre, wenn wir es nicht realisieren.»

Hans Hagmann erläuterte die Probleme beim bestehenden Kreisel.

«Er ist viel zu eng, grosse Lastwagen kommen ohne zusätzliche Manöver nicht darum herum.»

Die für den Warenumschlag vorgesehenen Streifen in der Fahrbahnmitte seien gefährlich für die Chauffeure. Ausserdem werde der Verkehrsfluss immer wieder unterbrochen, weil Busse und Postautos an dieser Stelle ebenfalls anhalten müssen.

Im Laufe des Rundgangs stiess Thomas Baumgartner, der Direktor der Appenzeller Bahnen (AB), zur Gruppe. Er gehöre zwar nicht dem Komitee an, wolle aber aufzeigen, dass von den Bahnhofsgegnern Falschinformationen verbreitet würden. «Ein Kreiselneubau an Stelle des provisorischen Kreisels beim Bahnhof ist entgegen deren Behauptungen nicht realisierbar, da er zu nahe an die Gleisanlagen der AB kommen würde.» Ausserdem seien sie auf eine neue Unterführung angewiesen, damit die Fahrgäste einfach und barrierefrei umsteigen könnten.

Peter Federer betonte die Wichtigkeit eines modernen Eingangstors zum Appenzellerland und von neuen Begegnungszonen. Der Teilzonenplan biete auch den nächsten Generationen Entwicklungsmöglichkeiten. Ein gutes Abstimmungsresultat am 20. Oktober wäre ein positives Signal für die kantonalen Abstimmungen im nächsten Frühjahr.

Das Komitee will in den nächsten Wochen mit Postkarten und Plakaten auf seine Anliegen aufmerksam machen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.