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Walzenhauser Faustballer kämpfen gegen den Abstieg: Das Gespenst tanzt in der Idylle

Walzenhausen hat übermorgen Sonntag zwei NLA-Heimspiele. Am Mittwoch gibt es für das abstiegsgefährdete und trainerlose Team im Cup ein «Zückerli».
Lukas Pfiffner
Richard Meyerhans und Rolf Schmid vor dem Matchplakat auf der Franzenweid. (Bild: Lukas Pfiffner)

Richard Meyerhans und Rolf Schmid vor dem Matchplakat auf der Franzenweid. (Bild: Lukas Pfiffner)

«Bei einem Abstieg aus der NLA müssten wir uns fragen, ob sich der grosse Aufwand noch lohnt, unseren einzigartigen Platz zu pflegen», meint Richard Meyerhans. Er ist ein «Urgestein» des STV Walzenhausen und hat schon zahlreiche Sportanlagen gesehen, aber noch «kaum eine so idyllisch gelegene wie die Franzenweid». Er hat in Verein und Verband schon fast alles gemacht. Aktuell ist er Schiedsrichter in der NLB. Häufig finden seine Spiele direkt vor den Partien der NLA statt. «So kann ich unserer Mannschaft oft zuschauen.»

Nicht immer konnte er Freude haben. Das Abstiegsgespenst tanzt auf der Franzenweid. Walzenhausen gewann in der Saison 2018/19 ein einziges Mal – beim 3:0 gegen Elgg-Ettenhausen. Der zweitletzte Platz steht zu Buch. Ende Juni treffen die Vorderländer wieder auf Elgg. Der Letzte nach den 16 Partien steigt direkt in die NLB ab; der Zweitletzte «sticht» gegen die Zweiten aus den beiden Gruppen der zweithöchsten Liga. «Wir müssen positiv bleiben. Die Spieler glauben an den Ligaerhalt», sagt Coach Rolf Schmid. Für das Dorf, die Jungen und die Sponsoren wäre es natürlich wichtig, wenn man in der Nationalliga A bleiben würde.

Aushängeschild «Fausto» pausiert

1983 und 1984 war Walzenhausen Schweizer Meister – mit Richard Meyerhans als Spieler. In der Neuzeit gab es einen bemerkenswerten Durchmarsch mit sechs Aufstiegen nacheinander, von der 5. Liga zurück in die oberste Spielklasse 2015. Es resultierten dort die Ränge fünf, drei und sieben. Meyerhans: «Im vergangenen Jahr holten wir anfangs Saison zwar noch einige Punkte, nach der Verletzung von Cyrill Schreiber wurde es mit dem Ligaerhalt aber noch knapp.» Cyrill «Fausto» Schreiber ist das Aushängeschild und Vorbild der Walzenhauser Faustballer – derzeit hat er im Verein allerdings weder auf noch neben dem Feld eine Funktion inne. Die Vorderländer stellen eine junge Mannschaft. Luca Schmid, Sohn des Coaches, steht im Kader des Schweizer U-21-Nationalteams. Im Fehlen der Routine liegt wohl der Hauptgrund für die schwierige Tabellenlage. Man habe in den Spielen einzelne gute Phasen, aber die Konstanz fehle, sagt Rolf Schmid. Er blickt auf eine lange Aktivkarriere zurück und hat mit Heiden den Schweizer-Meister-Titel gewonnen. Einen Trainer haben die Faustballer aus Walzenhausen aktuell nicht. Man suchte, fand aber keinen. «Die Spieler machen unter sich aus, wer das Training leitet», erzählt der Coach.

Rückrundenstart und Cup

Morgen Samstag beginnt in der NLA die Rückrunde. Walzenhausen tritt in Jona zu den Spielen gegen die Gastgeber (7.) und Rickenbach-Wilen (6.) an. Aufgrund des Saisonverlaufs kann es sich da mehr Punkte ausrechnen als in der Heimrunde vom Sonntag, wenn Walzenhausen ab 14 Uhr den Zweiten Widnau und den Vierten Oberentfelden empfängt. Am nächsten Mittwoch ist um 19.30 Uhr Wigoltingen für den Sechzehntelfinal im Schweizer Cup zu Gast. Die Thurgauer sind dreimal in Folge Schweizer Meister geworden. Dem Spiel kommt für die Vorderländer nicht die gleiche Wichtigkeit zu wie der Meisterschaft. «Aber wir können in einer solchen Partie auch stets lernen», meint Schmid. «Der Cup ist eine Art Zückerli», sagt Meyerhans.

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