Das Fondue wird weiter gerührt

Die Appenzeller Schaukäserei blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Die budgetierten Zahlen wurden erreicht, mehr Besucher registriert und die Produktionsmenge gesteigert. Auch der Start ins laufende Jahr ist geglückt.

Martina Brassel
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STein. Der seit Monaten tiefe Eurokurs geht auch an der Appenzeller Schaukäserei nicht spurlos vorbei. Wie Hans Ruckstuhl, Präsident der Genossenschaft Appenzeller Schaukäserei, anlässlich der gestrigen 35. Generalversammlung betonte, habe sich der starke Schweizer Franken vor allem auf die Kauflust der ausländischen Touristen ausgewirkt. «Gewisse Faktoren, wie die Währungskurse, können wir nicht beeinflussen. Aber: Wir können trotz hartem Konkurrenzkampf mit einem erfolgreichen Marketing auf uns aufmerksam machen», zeigte sich der Präsident überzeugt.

Mehr Milch verarbeitet

Und dies scheint der Appenzeller Schaukäserei im vergangenen Jahr mit den gezielten Marketingaktionen wie beispielsweise der Fondue-Aktion auch gelungen zu sein, die Zahlen sprechen zumindest dafür: Der Gewinn fiel höher aus als budgetiert, die Anzahl Besucher hat zugenommen (siehe Kasten). Und dank der um zehn Prozent höheren Produktionszuteilung durch die Sortenorganisation konnte auch die Produktionsmenge gesteigert werden.

Im Käsereibetrieb ist im Geschäftsjahr 2010 der Emmi Käse AG eine Milchmenge von rund 8,55 Millionen Kilogramm (+ 5,85 Prozent) angeliefert worden. Total wurden rund 7,85 Millionen Kilogramm Milch zu Appenzeller Käse verarbeitet. Je länger je gefragter ist die Sorte Appenzeller Bio: Insgesamt nahm die Produktion um 66,12 Prozent zu.

Die 23 anwesenden Genossenschafter und die fünf Verwaltungsratsmitglieder genehmigten sämtliche Traktanden und hiessen sowohl die Jahresrechnung als auch das Budget 2011 ohne Einwände gut. Wahlen standen in diesem Jahr keine auf dem Programm.

Neue Projekte

Ob an das erfolgreiche vergangene Jahr angeknüpft werden kann, wird sich zeigen. Der Start ins neue Jahr ist laut Geschäftsführer Daniel Köppel jedenfalls geglückt – die budgetierten Zahlen wurden erreicht. Damit auch an der Generalversammlung im nächsten Jahr wieder Positives berichtet werden kann, «muss das Fondue stets weiter gerührt werden», so der Geschäftsführer. Das heisst: Den Kundinnen und Kunden soll auch künftig etwas geboten werden. Mit der neuen Homepage, die seit gestern online ist, wurde ein erstes Projekt bereits realisiert. Weitere stehen noch an. So soll das Angebot in der Appenzeller Schaukäserei für Individualgäste ausgebaut werden. «Zusammen mit der Sortenorganisation planen wir, künftig eine Audiotour anzubieten. So können wir auch den Käsefans, die uns spontan besuchen, etwas bieten», ist Daniel Köppel überzeugt. Gleichzeitig macht der Geschäftsführer noch auf den nächsten Event aufmerksam: Am 21. Mai können Appenzeller Tapas-Variationen zu spanischen Flamencoklängen genossen werden.

www.schaukaeserei.ch