Das Flickwerk «Urnäsch» aufwerten

Das Zentrum von Urnäsch soll attraktiver werden. Die Kommission Ortsplanung legt dafür den Fokus auf den Dorfplatz. Dieser soll wieder mit Pflastersteinen belegt sein. Zudem wird eine Temporeduktion beim Durchgangsverkehr angestrebt.

Bruno Eisenhut
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Den Verkehrsteilnehmern soll bei der Kronenkreuzung bewusst werden, dass sie in eine optisch engere Passage fahren. Zudem soll der öffentliche Raum im Zuge der Dorfraumgestaltung mit Pflastersteinen belegt werden. (Bild: Visualisierung/pd)

Den Verkehrsteilnehmern soll bei der Kronenkreuzung bewusst werden, dass sie in eine optisch engere Passage fahren. Zudem soll der öffentliche Raum im Zuge der Dorfraumgestaltung mit Pflastersteinen belegt werden. (Bild: Visualisierung/pd)

URNÄSCH. Von einem Flickwerk sprach Dölf Biasotto, als er am Dienstagabend in der Schulanlage Au den Ist-Zustand des Urnäscher Dorfplatzes schilderte.

Anlässlich der Budgetversammlung präsentierte Biasotto als Leiter der Kommission Ortsplanung eine Idee der achtköpfigen Arbeitsgruppe. Dabei richtet sich der Fokus auf den Dorfplatz und auf die daran vorbeiführende Kantonsstrasse Richtung Schwägalp.

Optische Verengung

Mit ihrer Arbeit strebt die Kommission mehrere Ziele an. Einerseits soll der öffentliche Raum aufgewertet werden, andererseits soll der Durchgangsverkehr nicht in seinem Fluss beeinträchtigt werden. Zudem soll sich die Sicherheit für die Fussgänger erhöhen. Die zwei bestehenden Fussgängerstreifen beim Restaurant Taube und bei der Raiffeisenbank erfüllen gemäss Expertenanalyse des Kantons die erforderten Sicherheitsanforderungen nicht.

Im Grundsatz soll eine Fahrbahnverengung den Verkehr ohne eine Anpassung der Tempovorschrift entschleunigen. Eine fünf Meter breite, asphaltierte Fahrbahn reiche für ein Kreuzungsmanöver aus, erklärte Dölf Biasotto. Befahrbare Wasserrinnen auf beiden Strassenseiten dienen zusätzlich der temporären Befahrung. «So kann auch der Schwerverkehr kreuzen», so Biasotto. Diese optische Verengung bewirkt gemäss den Ausführungen des Kommissionsleiters eine Temporeduktion bei den Verkehrsteilnehmern. Eine Verengung beim ehemaligen Café Schäfli soll zudem zu einer leichten Kurve und zu mehr Übersicht führen.

Fussgängerstreifen aufheben

Weiter schlägt die Kommission Ortsplanung vor, zwei bestehende Zebrastreifen beim Dorfplatz aufzuheben. «Aber nur mit den nötigen flankierenden Massnahmen», wie Biasotto betonte. Zahlreiche Votanten im Saal meldeten sich zu diesem Vorhaben zu Wort. Von «mir gefällt dieses Vorhaben» bis hin zu «habt Ihr auch etwas studiert» deckten deren Voten ein breites Spektrum ab.

Pflasterstein auf dem Dorfplatz

Teilweise zieren zum heutigen Zeitpunkt Pflastersteine den öffentlichen Raum um den Dorfplatz. Genauso gibt es asphaltierte Stellen. «Ein Flickwerk», wie es die Kommission Ortsplanung in ihren Ausführungen bezeichnete. Eine Lösung liege im vollumfänglichen Ausbau mit Pflastersteinen, zeigt sich die Kommission einig. Dass auch hier nicht alle Bürgerinnen und Bürger gleicher Ansicht sind, verdeutlichten einige Meinungsäusserungen. Diese deuteten darauf hin, dass sich der Winterdienst auf einem Pflastersteinbelag wesentlich erschweren würde.

Jetzt übernimmt der Kanton

Zu den Finanzen und den Terminen: Wie an der Präsentation am Dienstagabend zu hören war, wird der Kanton als Besitzer der Strasse die Idee weiterverfolgen. Das Kantonale Tiefbauamt prüft die verschiedenen Vorhaben auf deren Umsetzbarkeit und arbeitet bis zum Herbst 2013 einen Kostenvoranschlag aus.