Das Ende einer «Schiffsreise»: Alle Schülerinnen und Schüler haben die Matura bestanden

Das Gymnasium St.Antonius Appenzell verteilt dieses Jahr 38 Zeugnisse.

Stephanie Häberli
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Erziehungsdirektor Roland Inauen ehrt die Maturanden.

Erziehungsdirektor Roland Inauen ehrt die Maturanden.

Bild: STH

Die Maturafeier des Gymnasiums St.Antonius Appenzell musste aufgrund des Wetters im Theatersaal der Schule stattfinden, doch die Stimmung der Anwesenden schien dies nicht zu beeinflussen. Dieses Jahr wurden wegen des Coronavirus den Besuchern die Sitzplätze zugewiesen. Auf diese Weise konnte ein Sicherheitsabstand gewährleistet werden. Auch Schutzmasken standen zur Verfügung, es bediente sich allerdings kaum jemand daran.

Erstes Fest seit langem

Rektor Marco Knechtle begrüsste die Anwesenden und gratulierte den Maturandinnen und Maturanden der beiden Abschlussklassen zur bestandenen Matura. Auch der Innerrhoder Erziehungsdirektor Roland Inauen richtete in seiner Grussbotschaft einige Worte an die jungen Erwachsenen und die Besucher der Feier: «Ich war seit Mitte März an keinem einzigen Fest mehr. Umso mehr freue ich mich, heute hier zu sein.» Der Lehrer Martin Büchel liess die Maturanden während seiner Rede in Erinnerungen schwelgen und erzählte einige besonders schöne und lustige Momente, die er mit den Abschlussklassen erlebte. Auf die Begrüssungsreden folgte der Höhepunkt der Feier: Die Zeugnisse wurden verteilt. Die Maturandinnen und Maturanden nahmen diese stolz entgegen. Alle der 38 Schülerinnen und Schüler haben bestanden.

Alle im selben Boot

Nach dem Hauptteil der Feier bot die Rede vom Maturand David Stöcklin einen Einblick in die Gedanken der Schüler. Er liess die vergangenen Jahre Revue passieren, indem er die Gymizeit mit einer Schiffsreise verglich: «Wir alle bestiegen das gleiche Boot, um uns zusammen in eine spannende Abenteuerreise zu stürzen.» Auch wenn auf dieser Reise nicht immer alles reibungslos verlief, verstand die Besatzung, was es zu tun galt: «Wenn unser Boot ab und zu etwas vom Kurs abkam, wussten wir genau, dass wir es durch gemeinsames kräftiges Rudern und vielgeübtes Kartenlesen zurück auf die geplante Route schaffen konnten», so Stöcklin. Er nennt in seiner Rede auch konkrete Fakten: Insgesamt haben er und seine Mitschüler in den letzten sechs Jahren ganze 8987 Lektionen im Schulzimmer verbracht. Zudem haben sie über die Jahre ungefähr 340 Prüfungen geschrieben und 10825 Fehlstunden gesammelt.

Für die vielen Zahlen entschuldigt er sich: «Ich weiss, das waren viele Zahlen, aber glauben Sie mir, genauso erging es uns während 925 Mathelektionen auch», sagt er mit einem Schmunzeln. «Nicht zuletzt verdanken wird den heutigen Anlass unzähligen Personen, die uns wie ein Kompass den Weg zeigten und dafür sorgten, dass unser Boot heute sicher im Hafen anlegen konnte.»

Wie gewöhnlich wurden auch dieses Jahr die erreichten Bestleistungen speziell geehrt. Den besten Abschluss erzielte Samira Neff mit einem Schnitt von 5.77 Auf sie folgt Nick Schröder mit der Note 5.73. Den dritten Platz belegt Kim May Büchel mit der Abschlussnote Note 5.31.