Das Ebnater Einhorn lebt tatsächlich

Mitglieder des Naturschutzvereins Ebnat-Kappel und Nesslau haben im «Bahnhofpärkli» Ebnat-Kappel die Weidenskulpturen in Form gebracht. Die Skulpturen stellen die Wappenbilder der Gemeinde Ebnat-Kappel, Einhorn (Ebnat) und Kapelle (Kappel), dar.

Paul Egli
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Die Naturschützer haben die Weidenskulpturen beim Bahnhof Ebnat-Kappel in Form gebracht. (Bild: pd)

Die Naturschützer haben die Weidenskulpturen beim Bahnhof Ebnat-Kappel in Form gebracht. (Bild: pd)

Mitglieder des Naturschutzvereins Ebnat-Kappel und Nesslau haben im «Bahnhofpärkli» Ebnat-Kappel die Weidenskulpturen in Form gebracht. Die Skulpturen stellen die Wappenbilder der Gemeinde Ebnat-Kappel, Einhorn (Ebnat) und Kapelle (Kappel), dar.

Die Figuren, welche vor elf Jahren vom Naturschutzverein Ebnat-Kappel und Nesslau gepflanzt worden sind, wurden seit dem Herbst 2014 in drei umfangreichen Arbeitseinsätzen erneuert und stehen wieder in einem guten, stabilen Zustand da. Während frohes Schneiden angesagt war, florierten muntere Diskussionen über dies und das. Schon bald regte der vor einigen Tagen in den Toggenburger Medien erschienene Bericht «Als Wattwils Einhorn noch lebte» zu speziellen Wortspielen an. Da wird doch wirklich an der Existenz des lebenden Einhorns gezweifelt. Also, bei aller Bescheidenheit, aber im «Bahnhofpärkli» Ebnat-Kappel können alle ein lebendes Einhorn bestaunen. Wohl steht es im Moment ein wenig schlank da, weil es sich für den Winterschlaf gerüstet hat, aber bereits im Frühling wird es sich mit seinem neuen Kleid lebendig präsentieren. Natürlich hatte auch unser Einhorn seine Krisen mit der Folge, dass wir im Frühjahr 2015 viele Weiden ersetzen mussten. Zeitgleich sind auch bei der Kapelle bis zu fünf Meter hohe Weiden gepflanzt worden. Dank des regelmässigen Wässerns in den Sommermonaten gediehen alle Stecklinge sehr gut. Daher konnte im Turmteil der Kapelle das restliche dürre Holz entfernt werden.

Mit dem Wetter hatten wir grosses Glück. Als wir am frühen Nachmittag unser vollendetes Werk betrachteten, fielen die ersten Regentropfen. Für unsere Weidenskulpturen jedoch war der Regen sehr willkommen. Serge Hediger schildert nämlich in seinem Zeitungsbericht, dass nur eine fein herausgeputzte Jungfrau so ein Einhorn besänftigen kann. Somit ist es vermutlich von Vorteil, wenn wir nach dem Weidenschnitt nicht selber giessen und das Manna segensreicher vom Himmel kommt.